Die begonnene Sanierung der Eingangstreppe des Saydaer Kindergartens "Bahnhofsspatzen" war längst überfällig. Kita-Leiterin Grit Wolf schaut sich gemeinsam mit Lea und Michelle (links) die Baustelle an.
Foto: Eckardt Mildner
Eltern sanieren Saydaer Kindergarten "Bahnhofsspatzen"
Träger der Kindertagesstätte wählt neuen Vorstand
Sayda. Die Eingangstreppe am Saydaer Kindergarten hat schon bessere Zeiten erlebt. Deren Erneuerung gehört zum Sanierungsprojekt für die Einrichtung. Dafür hat sich der Träger der Kindertagesstätte, der Verein Elterninitiative "Bahnhofsspatzen", natürlich die Mütter und Väter ins Boot geholt.
Firmen unterstützen Vorhaben
"Die Eltern packen in ihrer Freizeit an und werden materiell wie finanzielle von einheimischen Unternehmen unterstützt, um das Gebäude zu verschönern", sagte Rathauschef Volker Krönert (CDU), der zudem kommissarisch an der Spitze des Vereins steht. Nicht mehr sehr lange. Denn voraussichtlich schon im Herbst soll der neue Vorsitzende gewählt werden. Zuvor tritt am 6.August die neue Leiterin Denise Kleinwächter ihren Dienst an, die bisher die Kita "Pusteblume" in Oederan führte und damit die bisherige Chefin Grit Wolf ablöst. "Ich freue mich auf meine neue Aufgabe", sagte die 33-jährige Saydaerin, die selbst Mutter von vier Kindern ist. Drei davon besuchen sogar die Betreuungseinrichtung in der Bergstadt.
Dass dort noch einiges zu erneuern ist, das hat auch die künftige Kita-Chefin längst mitbekommen und freut sich, wie sich die Eltern hierbei engagieren. Denn neben der Sanierung der Eingangstreppe - diese Arbeiten werden unter Federführung von Vereinsmitglied Sandro Katzschner ausgeführt - müssen noch die Außenanlagen auf Vordermann gebracht und die Zäune zum Teil repariert werden. Derweil können die Kinder im neuen Sandkasten spielen. Außerdem verfügt der Spielgarten über einen neuen Geräteschuppen. "Es sollen noch 18 Fenster erneuert werden", fügte Vereinschef Krönert hinzu. "Die Kosten für das Einbaumaterial soll über Spenden bezahlt werden." Das Auswechseln der Fenster erfolge unentgeltlich.
Bevor der Kindergarten 1974 ins einstige Bahnhofsgebäude zog, war die Einrichtung im alten Schloss untergebracht. Später folgte ein Anbau. Nach wie vor ist das Gebäude für die 24 Krippen-, 50 Kindergarten- sowie 70 Hortkinder zu klein. Deshalb will die Kommune das Dachgeschoss im einstigen Bahnhof ausbauen. "Das steht ganz oben auf der Agenda, ist aber von Eigenmitteln abhängig", betonte Bürgermeister Krönert, der damit auf die Finanzmisere der Bergstadt anspielte. Doch ohne ein passendes Förderprogramm werde sich dort wohl kaum ein Rad drehen.

