Fusion: Verhandlungen mit Eppendorf beginnen
Gemeinderat gibt grünes Licht für Gespräche über Zusammenschluss der beiden Kommunen
Grosshartmannsdorf. Mit dem von den Großhartmannsdorfer Gemeinderäten am Montagabend gefällten Beschluss, Verhandlungen mit der Gemeinde Eppendorf über eine Fusion zum 1. Januar 2015 aufzunehmen, scheint die Stadt Brand-Erbisdorf endgültig aus dem Rennen zu sein.
Zuvor hatte es wiederholt vier Einwohnerversammlungen gegeben, auf denen Rathauschef Werner Schubert (CDU) aus kommunalpolitischer Sicht die Vorzugsvariante erläuterte. Sein Hauptargument: Mit der Gemeinde Eppendorf werde der ländlichen Raum entscheidend gestärkt. Zudem ließen sich so spürbar besser die Grundschule in Mittelsaida und die Kindertagesstätten erhalten. Nicht zuletzt sei der Einfluss der Großhartmannsdorfer auf das kommunale Geschehen selbst bei einer Eingliederung weiterhin sehr groß. Der Bürgermeister stellte in dem Zusammenhang eines klar: "Erst der Ausgang der konkreten Verhandlungen wird zeigen, ob wir mit der Gemeinde Eppendorf tatsächlich fusionieren." Dabei hob Rathauschef Schubert mehrfach hervor, dass die Gespräche auf Augenhöhe und ohne Zeitdruck erfolgen.
Schon vor der Abstimmung war sich das Gremium schnell darüber einig, dass bei einem Zusammengehen eine Busverbindung zwischen beiden Gemeinden geschaffen werden muss. Darauf wies vor allem der Gemeinderat Mathias Bretschneider (CDU) hin. "Alles was wichtig ist, muss in das Vertragswerk hinein", kommentierte der Rathauschef den Hinweis. Kämmerin Renate Flade plagen bis zur Fusion ganz andere Sorgen. Sie will hinsichtlich der anstehenden Umstellung der kameralistische Haushaltsführung auf die in der Privatwirtschaft übliche doppelte Buchführung in Konten (Doppik) möglichst doppelte Anschaffung vermeiden. Denn später werde nur ein Rathaus mit einer Verwaltung gebraucht.
Mit dem Beschluss der Großhartmannsdorfer dürfte im Eppendorfer Rathaus Freude herrschen. Bürgermeister Helmut Schulze (CDU) war am Dienstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Fakt ist: Die Eppendorfer buhlen schon seit längerem um die Nachbargemeinde.

