Henrik Wolf, Mitarbeiter in der Firma ASB in Großschirma, vor dem Schweißroboter, den sich das Unternehmen neu angeschafft hat.
Foto: Eckardt Mildner
Gerüsthersteller erwartet 2012 Umsatzplus
Firma ASB in Großschirma will halbe Million Euro investieren
Großschirma. Ob Kirchturm in Sachsen, Tropenhalle im Botanischen Garten in Berlin, Leuchtturm an der Nordseeküste oder das Hochwasserschutzprojekt "Mose" in der Adria vor Venedig - die ASB in Großschirma stellt Gerüste für die unterschiedlichsten Bauvorhaben her. "Derzeit produzieren wir unter anderem für Kunden in Skandinavien", berichtet Geschäftsführer Georg Seidel. "Die Auftragslage 2011 war gut, und auch dieses Jahr ist sehr gut angelaufen."
Nachdem bereits vergangenes Jahr ein halbe Million Euro in den Technikpark und vor allem einen neuen Schweißroboter flossen, wird auch dieses Jahr weiter investiert: nochmal eine halbe Million Euro in neue Maschinen. Denn der Gerüsthersteller muss mit Qualität- und Liefertreue punkten, die Konkurrenz aus Asien und Osteuropa drängt auf den Markt. "Unser Sortiment umfasst Arbeits- und Schutzgerüste sowie Modul- und Fahrgerüste. Dazu kommen Lager- und Bautechnik. Ein weiteres Produkt ist ein spezielles Wetterschutzdach, das von seiner Konstruktion einzigartig und deshalb geschützt ist. Es wird als Überdachung für Baustellen ebenso wie im Veranstaltungsbereich eingesetzt. Unsere Abnehmer sind Handwerksbetriebe genauso wie die Industrie", sagt der Geschäftsführer. Die Kunden kommen aus Deutschland und dem europäischen Ausland, im wesentlichen aus Ländern der EU.
Den Vertrieb der Gerüste übernehmen die zwei Schwesterfirmen Alfix Systemtechnik und Alfix Rüst- und Lagertechnik. Eine hat ihren Sitz auf dem Betriebsgelände von ASB in Großschirma, die andere im bayerischen Edelbach. Produziert wird ausschließlich bei der ASB. Dazu werden jährlich etwa 8000 Tonnen Stahl, 1500 Tonnen Aluminium und 500 Tonnen Zink verarbeitet. Die ASB hat eine eigene Verzinkerei für die Stahlprodukte. Diese übernimmt auch Fremdleistungen für Handwerksbetriebe, Schlossereien und Privatkunden.
"Neben dem Verkauf ist die Vermietung von Gerüsten ein weiteres Standbein innerhalb der Gruppe", erklärt der Geschäftsführer.
Derzeit beträgt die Stammbelegschaft der 1947 gegründeten Unternehmensgruppe 140 Mitarbeiter. "Wir möchten auch weiter ausbilden", erklärt Georg Seidel. Vier junge Leute lernen derzeit im Unternehmen. Doch neue Auszubildende zu bekommen, sei wie in anderen Unternehmen auch, schwer, weiß der Geschäftsführer.
Dennoch schaut er optimistisch in die Zukunft: "Wir rechnen dieses Jahr gegenüber 2011 mit einem Umsatzwachstum in der Gruppe von fünf bis zehn Prozent."

