Hilbersdorf/Lunzenau: Farmbetriebe expandieren im Landkreis
Geflügelzuchtgegner mit Petition gescheitert
Hilbersdorf/Lunzenau. Die Sächsischen Farmbetriebe treiben den Ausbau der Geflügelzucht in Mittelsachsen weiter voran. Nach der Kükenbrüterei in Hilbersdorf und dem Legebetrieb in Doberschwitz bei Leisnig arbeitet das Unternehmen nach eigenen Angaben derzeit am Genehmigungsverfahren für einen Aufzuchtbetrieb in Lunzenau, wo die Küken aus Europas größter Zuchtbrüterei in Hilbersdorf künftig zu jungen Zuchttieren heranwachsen sollen. Ein neuer Vorstoß von Anwohnern gegen die Anlage in Lunzenau ist jetzt gescheitert.
Nach einer Unterschriftensammlung, die von Landkreis und Landesdirektion für ungültig erklärt wurden, hatte eine Bürgerinitiative nun versucht, den Bau mit einer Petition an den Sächsischen Landtag zu verhindern. Der Landtag bescheinigte den Genehmigungsbehörden jetzt jedoch, sauber gehandelt zu haben. Georg von Bitter, Geschäftsführer der Sächsischen Farmbetriebe, verwies auf Nachforderungen der Genehmigungsbehörde, die nun bei der Planung berücksichtigt würden. Der Stadtrat in Lunzenau hatte dem Vorhaben bereits im Jahr 2010 zugestimmt und diesen Beschluss 2011 bekräftigt. Der Bau auf einer Fläche von 1,8 Hektar für die Aufzucht von jährlich bis zu 88.000 Zuchttieren könnte nach optimistischen Prognosen noch dieses Jahr beginnen.
Die Sächsischen Farmbetriebe gehören zum US-Geflügelzüchter Aviagen. Dieser ist Teil der deutschen Erich-Wesjohann-Gruppe mit einem Geflecht aus 47 Tochtergesellschaften und 4800 Mitarbeitern in 18 Staaten. (bp/oha)

