Im Bürgerentscheid: Nein heißt Ja für FG-Kennzeichen
Mit Eröffnung der Briefwahl stehen die ersten Stimmen im Bürgerentscheid fest
Freiberg. Die ersten Kreuze beim Bürgerentscheid um das künftige Kfz-Kennzeichen des Landkreises Mittelsachsen sind gesetzt: Sofort nach der Eröffnung des Briefwahllokals im Freiberger Rathaus gaben die Initiatoren von "Pro-FG", Benjamin Karabinski und Sebastian Hamann, öffentlich ihre Stimme ab.
Zur Kommunalwahl am 7. Juni sind die Bewohner des Landkreises aufgerufen, darüber abzustimmen, ob das Fahrzeugkennzeichen künftig FG oder MSN heißen soll.
Auf dem Wahlschein steht die Frage: Sind Sie für ,MSN' als Kfz-Kennzeichen für den neu gebildeten Landkreis Mittelsachsen? "Um für FG zu stimmen, muss auf die Frage im Bürgerentscheid mit Nein geantwortet werden", erläuterte Karabinski. Er und Sebastian Hamann hoffen, dass möglichst viele ihr Stimmrecht nutzen. Hamann: "Wer am 7. Juni nicht zur Wahl gehen kann, sollte zur Briefwahl kommen. Eine einzige Stimme kann den Bürgerentscheid ausmachen."
Christine Zimmermann gehörte zu den ersten Briefwählerinnen am Mittwoch in Freiberg. "Ich bin für FG als Kennzeichen - das ist besser als MSN. Dazu habe ich gar keinen Bezug", begründete sie ihre Wahl.
Auch der ehemalige Freiberger Landrat Eberhard Löffler und seine Frau holten sich die Wahlunterlagen im Rathaus ab. Löffler erinnerte sich an die ersten Stunden des Fahrzeugkennzeichens FG zu Beginn der 1990er Jahre. "Wir wollten FG und haben niemanden gefragt, was wir machen sollen. In der damaligen Zeit war das unkompliziert, der Kreistag hat darüber auch nicht diskutiert. Der Beigeordnete hat gesagt, wir machen das so, und so wurde FG beschlossen. Niemand hat sich daran gestoßen."
Auch die Akteure der Initiative "Pro MSN" hoffen auf eine hohe Wahlbeteiligung, um den Bürgerentscheid für das Kennzeichen MSN erfolgreich abzuschließen, wie sie auf ihrer Internetseite mitteilen. Die Initiative sieht darin ein Zeichen für eine gemeinsame Identität im Landkreis Mittelsachsen.

