Fachgerecht zersägen Waldarbeiter Karl Schmotz (vorn) und seine Kollegen die gefällten Buchen an der Talsperre Lichtenberg.
Foto: Peter Hertel
Im Winter ist Hochsaison für die Kettensäge
An der Talsperre Lichtenberg werden 140 Jahre alte Buchen geschlagen
Lichtenberg. Entlang des Fürstenweges an der Talsperre in Lichtenberg werden gegenwärtig etwa 150 Festmeter Buchenholz geschlagen. "Die Bäume sind 140 Jahre alt und leiden an Rindenbrand", begründet der zuständige Revierförster Thomas Schulz. Seine vier Waldarbeiter wollen mit dem Einschlag bis zum Wochenende fertigwerden, dann sei der jetzt gesperrte Weg für die Spaziergänger auch wieder nutzbar.
Die in Stücke gesägten Buchenstämme werden zunächst in so genannten Poltern am Wegesrand gelagert und anschließend zur Weiterverarbeitung in das Sägewerk nach Friedebach transportiert. In der kommenden Woche geht der Holzeinschlag im Fichtenrevier am Köhlertor, ebenfalls an der Talsperre, weiter. Aus den Fichten soll Bauholz werden.
Zum 1250 Hektar umfassenden Revier von Thomas Schulz gehören neben dem Wald um die Talsperre auch Gebiete in Frauenstein, Nassau und der so genannte Hüttenwald zwischen Hilbersdorf, Weißenborn und Bobritzsch. Für die Waldarbeiter ist der Winter die Hauptsaison für den Holzeinschlag. "Zum einen ist das Holz dann fast saftfrei und hat nur einen geringen Wassergehalt, was die Holzqualität steigert", erklärt der Fachmann. Ein weiterer Vorteil sei: Die Rückefahrzeuge beschädigen die hart gefrorenen Böden nicht so stark. Die Bäume werden mit Spezialfahrzeugen, aber auch mit Traktoren und teilweise mit Pferden aus dem Wald transportiert.
Die Fällarbeiten stoßen allerdings nicht überall auf Verständnis. So müssen im Arbeitsgebiet die Wege für den Verkehr gesperrt werden. Das betrifft Fußgänger aber auch die Skifahrer.

