Karin Rank sucht einen Dioptas auf Calcit aus Tsumeb in Namibia für die "Terra Mineralia" im Schloss Freudenstein heraus.
Foto: Eckardt Mildner
In Afrika beginnt die Reise der Minerale
Im Freiberger Schloss Freudenstein sind 140 Vitrinen für die "Terra Mineralia" aufgebaut - Jetzt werden Kabinettstücke ins rechte Licht gerückt
Freiberg. Nachdem die großen bis zu einer halben Tonne schweren Minerale im Schloss Freudenstein ihren Platz gefunden haben, folgen jetzt die Kabinettstücke. Das sind Exponate, die immerhin noch bis zu einem Kilogramm schwer sein können. Der Kustos der Geowissenschaftlichen Sammlungen Andreas Massanek und Mitarbeiterin Karin Rank haben begonnen, die Vitrinen im Afrika-Raum mit Funden aus Namibia einzuräumen.
Für die Sammlung "Terra Mineralia" mussten in den vergangenen Monaten 3000 Quadratmeter Fläche vorbereitet werden. "Keine leichte Aufgabe, da wir die Schlüssel wegen Bauverzögerung anstatt im Januar erst im April bekommen haben", erklärte Sammlungsdirektor Gerhard Heide. Am Eröffnungstermin werde aber nicht gerüttelt. Dabei ist die richtige Präsentation eine wahre Meisterleistung, die genau durchdacht werden muss. 5000 Minerale sind für die Ausstellung vorgesehen. Ein Vielfaches mehr ist inzwischen sicher über sieben Etagen in einem Depot im so genannten Neuen Haus gelagert. Alle stammen aus der Pohl-Ströher-Mineralienstiftung. 2004 hatte Erika Pohl ihre einzigartige Sammlung mit Funden aus allen Teilen der Welt der TU Bergakademie Freiberg als Dauerleihgabe überlassen.
Information
Die Ausstellung "Terra Mineralia" im Freiberger Schloss Freudenstein öffnet am 23. Oktober mit Festtagen. Am ersten Tag erwarten junge Forscher bis 16 Jahren ein besonderes Programm und freier Eintritt. Ab 28. Oktober ist die Schau dienstags bis sonntags jeweils 10 bis 18 Uhr zu sehen. Tickets können bereits ab heute im Internet unter:

