Steffi und Andreas Martin haben mit Blockhausen einen in der Region wohl einzigartigen touristischen Erlebnisstandort aufgebaut, der nicht nur die Gemeinde Dorfchemnitz bundesweit bekannter gemacht hat. Steffi und Andreas Martin haben mit Blockhausen einen in der Region wohl einzigartigen touristischen Erlebnisstandort aufgebaut, der nicht nur die Gemeinde Dorfchemnitz bundesweit bekannter gemacht hat.

Foto: Jochen Walther

Junge Leute für Hüttenkalender gesucht

Für Sauensäger Andreas Martin ist es eine Premiere: Fotoshooting soll im März in Blockhausen stattfinden

Dorfchemnitz. Er ist nicht nur einer der bekanntesten Künstler im Umgang mit der Kettensäger, Andreas Martin kommen immer wieder neue Ideen, um mit ausgeklügelten Vermarktungsstrategien sein Blockhausen noch bekannter zu machen. Sein neuester Clou: Für den Hüttenkalender 2013 für Frauen und Männer sucht der 56-Jährige junge Leute aus der Region, die bereit sind, viel Haut zu zeigen. Fest steht: Die Aufnahmen sollen wie bei den bisherigen Spezial-Kalendern zwischen den Holzhäusern und -figuren entstehen. Bisher haben dafür seine Söhne und Andreas Martin selbst posiert, für den Kalender speziell für die Männer wurden weibliche Models und Amateure engagiert.

Auswahl trifft Fotostudio

Die neue Idee begründete Martin mit der Verbundenheit zum Erzgebirge. "Das wiederum soll nicht heißen, dass sich nur junge Leute aus dem Erzgebirge an dieser Aktion beteiligen dürfen und sollen", stellte der Blockhausen-Chef klar. "Mal sehen, ob sich überhaupt Interessenten melden", fügte Ehefrau Steffi Martin an, die das Projekt mehr als spannend empfindet. Denn die Auswahl, wer sich zum Beispiel als Mister oder Miss Januar 2013 vor der Kamera räkeln und schließlich später im Kalender zeigen darf, entscheidet letztlich das Fotostudio Östreich aus Lengefeld, das bereits europäische Preise einheimste. Entscheidend sei, dass sich die Frauen und Männer zwischen 18 und 28Jahren vor der Kamera wohlfühlen.

Bereits seit 2007 gibt es einen Hüttenkalender, zunächst für Familien, wenig später für Frauen und seit 2011 für Männer. Letzterer hatte es sogar ins MDR-Fernsehen geschafft. Der Drehstab hatte damals Andreas Martin mit seinen Söhnen Felix, Robert und Michael ins Fotostudio nach Frauenstein begleitet, wo sie von Fotografenmeisterin Marion Böhme ins passende Licht gerückt worden waren. "Das war eine lustige und aufregende Zeit", erinnerte sich der ehemalige Förster. Doch nicht nur der Kalender sorgt für stetig neugierige Touristen, die die Walderlebnishütte in Blockhausen hautnah erleben wollen. Neben dem Internet ist es vor allem auch die Mund-zu-Mund-Propaganda, die dieses einmalige Erlebnis inmitten des erzgebirgischen Waldes weiterempfiehlt. "Vereine, Seniorengruppen und vor allem Firmen nutzen unsere Angebote", erklärt Steffi Martin, die zumeist für die Speisen beim Hüttenabend zuständig ist. Und wie es sich gehört, kommt das Deftige von der Outdoor-Küche. Ihr Mann ist indes fürs ganze Drumherum wie Waldführung, Schausägen und Axtwerfen zuständig.

Doch damit nicht genug: Fest eingeplant ist der nächste Husky-Cup als Team-Weltmeisterschaft im Mai, bei dem fünf Pferde geschnitzt werden sollen. Als Grundlage dient der Roman von Sabine Ebert. "Wir wollen Ritter Christian und seine Marthe lebendig werden lassen", sagte Andreas Martin. Ein Spektakel, zu dem sich die Gruppe "Mark Meißen 1200" angekündigt hat. Die Gemeinschaft gestaltet die meißnisch-sächsische Landesgeschichte nach, dient den Sägern quasi als Vorlage.

Standort mit 120 Holzskulpturen

Inzwischen stehen in Blockhausen 120 Holzskulpturen. "Das ist einmalig", betonte der Wald-Experte. Derzeit wird der genehmigte Bebauungsplan aktualisiert. Dazu werden alle Träger öffentliche Belange angehört. Entscheidend wird dazu die im Herbst zu erwartende Stellungnahme der Dorfchemnitzer Gemeinderäte sein. "Wir sind guter Hoffnung, dass der längste Tisch der Welt dieses Jahr sein Dach bekommt", sagte Andreas Martin. Im Guinness-Buch 2010 steht der jedenfalls mit einer Länge von 39,80 Metern.

Service: Junge Leute (18 bis 28 Jahre), die sich für den Hüttenkalender speziell für Frauen und Männer bewerben, werden am 5. Februar von 15 bis 19 Uhr und am 6. Februar von 9 bis 13 Uhr zum Casting ins Fotostudio Östreich in Lengefeld eingeladen.

www.foto-oestreich.de

 
erschienen am 30.01.2012 ( Von Jochen Walther )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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