Hier werden zum Tag der Sachsen in Freiberg Toiletten zu finden sein.Foto: Tilo Steiner
Kein Scherz: Flatrate für Klos zum Tag der Sachsen in Freiberg
Noch sieben Tage - Wo Besucher Toiletten finden
Freiberg. Es klingt wie ein Witz: Zum Tag der Sachsen in Freiberg gibt es erstmals eine Flatrate für die Toilettenbenutzung. Für zehn Euro kann jeder Besucher ein Klo-Bändchen erwerben - und alle öffentlichen WC in der Bergstadt an allen drei Tagen der Großveranstaltung beliebig oft nutzen. Laut Cheforganisator Knut Neumann gab es so eine "All-Inklusive"-Lösung noch nie bei einem Tag der Sachsen - womöglich handelt es sich sogar um eine Weltneuheit. Bisher ist diese geldlose Zahlungsvariante nur Urlaubern bekannt - allerdings nicht für die Toilettennutzung, sondern für Rechnungen an der Hotelbar am Urlaubsort.
60 Container werden aufgestellt
Wer die Idee hatte? "Die haben wir in der Truppe gemeinsam entwickelt", sagt der Geschäftsführer der Freiberger Stadtmarketing-Gesellschaft (Stama). Wie viele der erwarteten 450.000 Besucher letztlich ein Klo-Bändchen erwerben, steht in den Sternen. Fest steht jedoch, dass es öffentliche Toiletten in 60Containern in verschiedenen Größen an 30 Standorten geben wird. 21 Container davon sind barrierefrei.
Die WC werden nach Angaben des Cheforganisators nicht versteckt, sondern gut zu sehen sein. "Und auf unseren Schildern ist jeweils die nächst gelegene Toilette ausgeschildert." Es könne zwar sein, dass jemand in eine andere Richtung als geplant laufen muss, "aber es ist der kürzeste Weg."
Es gibt auch eine Zehnerkarte
Neben der Klo-Flatrate haben sich die Organisatoren noch einen Knüller fürs stille Örtchen einfallen lassen: Eine Zehnerkarte fürs WC. Während eine einmalige Nutzung 50 Cent kostet, gibt es da zehn Klo-Besuche für vier Euro. "Damit schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: Wir entlasten die Kassierer und bieten Familien oder Besuchergruppen eine preiswertere Alternative an", sagt Neumann.
Die Toilettencontainer werden laut Stadtmarketingchef von der Firma Toi-Toi aufgestellt, betreut und auch gereinigt. Die Abstände zwischen den einzelnen Standorten seien nicht zu groß gewählt worden. Bei der Zahl der sanitären Anlagen gingen die Organisatoren nach Angaben von Neumann von der Zahl der erwarteten Besucher aus. "Es sind deutlich mehr Toiletten als zum Bergstadtfest", sagt er.
Die ersten Container sind bereits in dieser Woche aufgestellt worden, der Rest folgt an den kommenden Tagen.
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