Königliche Parade: Rund 30 "Hoheiten" aus ganz Deutschland versammelten sich am Wochenende im Nussknackermuseum Neuhausen und präsentierten ihren Heimatort oder ihre Firma.
Foto: Peter Hertel
Königinnen ziehen Touristen magisch an
Zum vierten Mal lud die Schwartenberggemeinde Neuhausen "Hoheiten" aus ganz Deutschland ein
Neuhausen. Königinnen aus ganz Deutschland haben sich am Wochenende in Neuhausen versammelt. Das außergewöhnliche Treffen arrangiert hatten die Gemeinde und Europas einziges Nussknackermuseum, das in Neuhausen beheimatet ist. Seit 2008 gibt es die hoheitliche Zusammenkunft. Bürgermeister Peter Haustein nennt einen guten Grund: "Der Besuch von Touristikmessen ist für uns oft zu teuer. Die Königinnen ziehen aber soviel Aufmerksamkeit auf unseren Ort, dass die Hotels dies schon anhand der Zimmerauslastung nachweisen können."
Im Hof des Nussknackermuseums waren 30 königliche Hoheiten in prächtigen Gewändern anzutreffen. Sie hatten nicht nur mit den Fotografen, sondern auch mit dem Unterschreiben zahlloser Autogrammkarten zu tun. Sie verteilten Prospekte aus ihren Heimatorten und gaben Auskunft, warum man diese besuchen sollte.
Wie immer mit dabei war die amtierende Freiberger Bergstadtkönigin. Einen etwas ausgefallenen Titel trägt Anke Serfling. Sie ist die Wurstkönigin der Fleischerei Richter in Oederan. "Ich bin stellvertretende Filialleiterin in Chemnitz, habe im Betrieb gelernt und freue mich, jetzt als Botschafterin für unsere Produkte tätig zu werden", sagte die junge Frau. In dieser Mission ist sie auf der Grünen Woche in Berlin, auf der Agra in Leipzig und bei den Medien unterwegs. In Sachen Werbung für die Rose als schönste Blume kamen gleich mehrere Hoheiten an den Schwartenberg. Unter ihnen Dajana Barnitt aus Wittstock. "Für jedes Neugeborene wird in Wittstock symbolisch eine Rose gepflanzt und den Eltern ein Geschenk überreicht. Das hat sich durchaus positiv auf die Entwicklung unserer Stadt ausgewirkt", erzählte die 45-Jährige, die Mutter von zwei Kindern ist.
Uwe Löschner, Chef des Nussknackermuseums, nutzte den Auflauf, um die neueste Errungenschaft seines Hauses vorzustellen. Es handelt sich um einen lebensgroßen Freiberger Obersteiger, der nun die Ausstellung schmückt und zu der daneben platzierten Bergparade von Klaus Peter Rosolleck passt.


