Kriminalpolizei fasst Brandstifter
26-jähriger Freiberger gesteht Anschläge auf Dönerläden
Freiberg. Freiberg. Nur wenige Stunden nach dem Brandanschlag auf ein Döner-Restaurant in der Freiberger Burgstraße hat die Polizei am Donnerstag einen Tatverdächtigen gefasst. Wie Kathlen Zink vom Landeskriminalamt informierte, hat der 26-jährige Freiberger die Tat ebenso wie den Brandanschlag auf ein Dönerlokal in der Poststraße zwei Tage zuvor und Sachbeschädigungen an zwei weiteren ausländischen Imbissen zugegeben. Der Haftrichter habe Haftbefehl erlassen, so die Sprecherin.
Der junge Mann war einem Kriminalbeamten der Freiberger Polizei im Stadtgebiet aufgefallen, weil die Personenbeschreibung des Gesuchten auf ihn zutraf. Da er sich nicht ausweisen konnte, wurde er zum Polizeirevier gebracht. "Bei den Vernehmungen durch Beamte der Sonderkommission Rechtsextremismus machte der Beschuldigte umfangreiche Angaben zu den Brandanschlägen und Sachbeschädigungen", so Zink.
Als Tatmotiv habe er angeführt, dass die ausländischen Geschäftsinhaber mit für seine Arbeitslosigkeit verantwortlich wären. Sie leisteten seiner Meinung nach keinen Beitrag für den wirtschaftlichen Aufschwung in der Region, weil sie nicht bei örtlichen Bauern und Unternehmen, sondern bei ihren eigenen Lieferanten einkaufen würden.
Der Mann, gegen den die Staatsanwaltschaft Chemnitz nun wegen besonders schwerer Brandstiftung und Sachbeschädigung ermittelt, behauptete zugleich, "grundsätzlich keine negative Einstellung zu Ausländern" zu haben und eindeutig weder dem rechten noch dem linken politischen Spektrum anzugehören, so die Sprecherin. Der Polizei ist er aber schon durch Sachbeschädigungen und Diebstähle bekannt.


