Diese Zeichnung von Günther Zielke zeigt einen Bergmusiker in der Uniform aus dem 19.Jahrhundert.
Lebensgroße Bergleute aus Holz tragen ein 50-Meter-Dach
Neue Attraktion entsteht 2010 bei German Open der Kettensägekünstler in Blockhausen
Mulda. Eine neue Attraktion bekommt Muldas Blockhausen: Berg- und Hüttenleute ziehen im neuen Jahr auf Dauer ein. Keine aus Fleisch und Blut, sondern aus Holz. Sie tragen künftig das 50-Meter-Dach des längsten Tisches in Sachsen. Das ungewöhnliche Stück wurde 2008 aufgestellt und lädt zum fröhlichen Zechen ein. Die Teilnehmer der German Open 2010 der Kettensägeschnitzer schälen die lebensgroßen Figuren zu Pfingsten in drei Tagen aus Eichenstämmen.
Sauensäger Andreas Martin, der Chef von Blockhausen, hat sich für das Vorhaben die Vorsitzenden der Seiffener und der Freiberger Knappschaft an die Seite geholt: Günther Zielke und Knut Neumann. Mehr als 20 Skizzen von Berg- und Hüttenleuten erzgebirgischer Vereine hat der Seiffener an mehreren kalten Wintertagen vor Weihnachten gezeichnet, der Freiberger steuerte sein Wissen über das verbriefte Aussehen der historischen Uniformen bei - vom Steiger über den Knappschaftsältesten bis zum Oberberghauptmann.
"Das Zeichnen hat mich gereizt. Wir setzen in Mulda gemeinsam ein Denkmal für den sächsischen Bergbau", sagt Günther Zielke, der als Hobbykünstler zum Beispiel Bilder malt oder Buckelbergwerke, mechanische Berge und Pyramiden in Glaskolben baut. "Ich wollte dabei sein, weil hier etwas Unschätzbares entsteht." Die drei Männer feilten gemeinsam an den Details der Figuren und ihrer Umsetzbarkeit mit der Kettensäge. "Einer aus Pennsylvania weiß nicht, wie ein sächsischer Bergmann aussieht. Deshalb brauchen wir gute Vorlagen. Die Bergleute sind eine anspruchsvolle Aufgabe für die Teilnehmer der German Open." Die Zeichnungen seien das eine, gestalten werde trotzdem jeder seine Arbeit selbst. Bergmännische Zugaben wie beispielsweise eine Froschlampe müssen am Körper der Figur sitzen, um später nicht abzubrechen.

