Die Krummenhennersdorfer Line Dancers Red Cross sorgten am Sonnabend zum Hilbersdorfer Fest für Stimmung.
Die Krummenhennersdorfer Line Dancers Red Cross sorgten am Sonnabend zum Hilbersdorfer Fest für Stimmung.

Foto: Peter Hertel

Line Dancer rocken das Festzelt bei Hilbersdorfer Dorffest

Für jeden etwas: Politik, Feuerwehr und das Leben der Indianer

Hilbersdorf. Eine Einwohnerversammlung im Festzelt ist traditionell der Auftakt für das Hilbersdorfer Dorffest. Das war auch nach Gründung der neuen Gemeinde Bobritzsch-Hilbersdorf so. Die Verwaltung mit Bürgermeister Volker Haupt (CDU) spendierte Freibier nebst Bratwurst. Rund 200 Hilbersdorfer waren gekommen, darunter auch jene, die sich für die Politik weniger interessieren. Ihnen allen verkündete der Bürgermeister: Die Grundschule ist trotz der Gemeindefusion und dank des zugeordneten Halsbacher Schulbezirkes nicht gefährdet. Die neue erste Klasse wird 17 Schüler haben. "Ich freue mich besonders, dass in Hilbersdorf die Gemeindeküche, die Kindergarten, Hort und Schule mit Mittagessen versorgt, erhalten bleibt", sagte Küchenchefin Helga Eisfeld.

Traditionell wurden an dem Abend bewährte Mitglieder der Feuerwehr geehrt. So erhielt Melinda Seifert eine Urkunde nebst Blumenstrauß. Sie ist seit sechs Jahren bei der Jugendwehr, hatte den Grundlehrgang beendet und darf nun im aktiven Dienst mitmachen. Michael Timm erhielt eine Ehrung für zehn Jahre Mitgliedschaft in der Wehr, und Robin Alder hat gerade die Prüfung als Maschinist bestanden. Robert Richter und Felix Leistritz wurden zum Hauptfeuerwehrmann beförder, René Hammer erreichte als Brandmeister den ersten Offiziersdienstgrad.

Am Sonnabendvormittag überraschten die Grundschüler die Besucher mit einem liebevoll vorbereiteten Indianerfest. In einer Projektwoche hatten sich die Kinder gemeinsam mit der Hetzdorfer Indianerfachfrau Birga Rülke auf das Ereignis vorbereitet. Aus Hilbersdorf unterstützten sie die Indianerfrauen Sonnentau alias Susanne Hänsch und Aufgehende Sonne, Yvonne Drechsler. Es wurden Indianertänze eingeübt, und die Kinder lernten, welche Bedeutung der Büffel als Nutztier bei den Indianern besaß. "Ich habe beim Adlertanz mitgemacht. Das hat richtig Spaß gemacht", schwärmte Leonie Mann aus der zweiten Klasse. Schülerin Hanna Drechsler lernte die Geschichte von einem Büffeljäger kennen, der dazu aber keine Lust hatte, bis er von seiner Frau losgeschickt wurde. Die Kinder boten den Besuchern kleine indianische Bastelarbeiten zum Verkauf an und überlegen nun schon, was nach dem Mittelalterfest voriges Jahr und dem Indianer als nächstes Thema für das Dorffest 2013 möglich wäre.

Am Nachmittag war ein Auftritt der Little Pinks aus Freiberg geplant, doch die Tänzer mussten kurzfristig absagen. Dafür sprangen die Line Dancers Red Cross aus Krummenhennersdorf ein und gaben eine kleine Kostprobe ihres Könnens. "Unsere Gruppe hat derzeit zwölf Mitglieder. Wir üben die Tänze, weil uns die Bewegung Freude macht", sagte Chefin Silvia Eckardt.

Mit einem Bullriding-Turnier für Kinder und Erwachsene sowie Diskomusik im Festzelt klang das Dorffest Sonntagabend aus.

 
erschienen am 10.06.2012 ( Von Peter Hertel )
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