Heute führt die neue Straße um den Markt herum. Doch das "wilde" Parken stört Bürgermeister Volkmar Schreiter. Hier möchte er zukünftig geordnete Verhältnisse in Form einer neuen Parkstruktur.
Foto: Eckardt Mildner
Marktplatz wird optisch aufgewertet
Siebenlehner Ortsmitte bekommt letzten Schliff - 600.000 Euro werden in die Verschönerung investiert
Siebenlehn. Bereits vor zwei Jahren hatte die Stadt Großschirma begonnen, den Siebenlehner Markt umzugestalten. Zwar zerschneidet die Straße jetzt nicht mehr das Zentrums des Stadtteils, aber "noch ist nicht alles optimal", sagt Großschirmas Bürgermeister Volkmar Schreiter (FDP). Er möchte deshalb ein "verkehrstechnisches System" in die Ortsmitte bringen. Über die finanzielle Basis verfügt die Stadt nunmehr. "Nachdem es im vergangenen Jahr kein Geld mehr aus dem Programm zur Stadtsanierung gab, haben wir für dieses Jahr den Fördermittelbescheid", erklärt das Stadtoberhaupt. 600.000 Euro seien insgesamt an Kosten geplant, zwei Drittel davon Fördermittel. So kann es nach Pfingsten losgehen. "Jetzt laufen die Ausschreibungen. Im April werden wir die Leistungen vergeben", sagt Schreiter.
Bau auf zwei Jahre verteilt
Allerdings soll nicht alles dieses Jahr gemacht werden. "Für die Anwohner ist das sonst eine zu große Belastung", erklärt der Bürgermeister. Die Nebenbereiche würden 2013 in Angriff genommen. Die Verschönerung des Marktbereiches ist allerdings dieses Jahr geplant. 400.000 Euro werden 2012 verbaut, der Rest nächstes Jahr. So soll laut Schreiter der gesamte Marktplatz sowie die Straße vom "Schwarzen Roß" bis zur Obstkelterei Heide neu gepflastert werden. "Die Fußwege sind holprig und zu hoch, die lassen wir absenken", sagt er. Der alte Parkplatz bleibe zwar, werde aber durch eine entsprechende Pflasterung neu geordnet. "Parkuhren sind nicht vorgesehen", verspricht der Stadtchef. Aber: "Wir wollen keine Dauerparker. Die Stellplätze sind gebührenfrei jedoch zeitlich begrenzt", denkt er vor allem an die Leute, die dort ihre Einkäufe erledigen möchten. Regelmäßige Kontrollen sollen künftigen "Stellplatzbesetzern" vorbeugen.
Für die Anwohner sieht es mit Parkplätzen allerdings schlecht aus. "Für alle reicht der Platz nicht", bedauert Schreiter. Und fügt an: "Dafür haben wir noch keine Lösung. Am besten wäre es, die Betroffenen suchen sich eine Garage außerhalb des Marktbereiches." Eine gute Nachricht gibt es jedoch für die älteren Einwohner und Ruhesuchenden. Der Bereich um den Siebenlehner Schusterjungen inklusive Bäume und Bänke bleibt bestehen. Dort kann man sich nach wie vor zu einem Plausch treffen.
Schandfleck verschwindet
Verschwinden soll hingegen der Schandfleck hinter dem historischen Rathaus. Dort wurde ein altes Haus abgerissen, seitdem liegt der Platz brach. Hier plant Schreiter weitere, allerdings nur wenige Stellplätze. Die sollen für das ansässige Gewerbe wie Sparkasse und Steuerbüro kostenpflichtig frei gehalten werden. Verschwinden muss auch, allerdings nur für die Zeit des Umbaus bis September, der Wochenmarkt. Er soll sich solange auf dem Platz gegenüber der Grundschule ansiedeln. Und auch die Befahrbarkeit wird während der viermonatigen Bauzeit eingeschränkt sein, sagt Schreiter.
Im Dezember könnte sich dann allerdings die Weihnachtspyramide auf dem neuen Marktplatz drehen, bevor im nächsten Jahr die Arbeiten an den Nebenstraßen beginnen. "Eventuell wollen wir dann auch das Dach und die Fassade des Rathauses noch mit sanieren", hofft Schreiter, dass das Geld reicht. Aber er ist optimistisch, schließlich soll das historische Haus, in dem sich auch die Amalie-Dietrich-Gedenkstätte befindet, optisch ins neue Gesamtbild passen.


