Heimleiterin Bettina Teufer und Pflegedienstchefin Susann Schwerdt (rechts) haben sich bereits mit den Bauplänen vertraut gemacht. Die neue Küche soll künftig ihren Platz zwischen Neu- und Altbau haben. 
Heimleiterin Bettina Teufer und Pflegedienstchefin Susann Schwerdt (rechts) haben sich bereits mit den Bauplänen vertraut gemacht. Die neue Küche soll künftig ihren Platz zwischen Neu- und Altbau haben.

Foto: Eckardt Mildner

Neubau ersetzt längst ausgediente Küche

Für Vorhaben ist die Baugenehmigung im Pflegeheim "Am Wallgraben" in Sayda eingetroffen

Sayda. Die sechs Küchenkräfte im Pflegeheim "Am Wallgraben" in Sayda atmen auf. Sie können sich noch in diesem Jahr auf spürbar verbesserte Arbeitsbedingungen freuen. Denn die noch aus DDR-Zeiten stammende Küche der Einrichtung wird dicht gemacht. Dafür entsteht zwischen Neu- und Altbau ein neues eingeschossiges Gebäude.

Wie Geschäftsführer Thomas Münch von der gleichnamigen Stiftung, zu der auch dieses Pflegeheim in Sayda zählt, erklärt, beginnen die erforderlichen Bauarbeiten, sobald sich Schnee und Kälte verzogen haben. Sollte dann alles nach Plan verlaufen, könnte der Flachbau schon nach nur einem Tag stehen. Grund: Bei dem Neubau handelt es sich um einen sogenannten Modulbau. "Dort ist bereits alles drin - von den Fliesen über die Leitungen bis hin zur kompletten Küche", erläutert Thomas Münch. Zudem sei dieser Neubau so konzipiert, dass sich je nach Bedarf eine weitere Etage aufstocken lässt. Die wiederum bleibe perspektivisch der Kurzzeitpflege mit 15 Plätzen vorbehalten.

Doch nicht nur die zeitaufwändigen Wege für die Küchenkräfte werden sich mit dem eine Million Euro teuren Neubau entscheidend verringern, auch für die Heimbewohner erhöht sich die Lebensqualität. Ihnen steht künftig ein ebenfalls in dem Neubau integrierter Veranstaltungssaal zur Verfügung. Mehr als 90 Personen sollen dort Platz finden. "Bisher mussten die Heimbewohner bei Veranstaltungen zwei Gruppen bilden, da die Cafeteria für so viele Menschen gar nicht ausgelegt ist", erklärt der Geschäftsführer, der die Cafeteria später vermieten will. Damit stünde der Saal der Öffentlichkeit täglich ab den Mittagsstunden offen. "Wie die Öffnungszeiten und Angebote aussehen, dazu müssen wir uns natürlich später mit dem Pächter noch abstimmen. Denkbar ist auch ein Mittagstisch", sagt der Geschäftsführer.

Die Münch-Stiftung betreibt gegenwärtig Pflege- und Behindertenheime in Lichtenberg, Crimmitschau, Rauschenbach, Sayda und Johanngeorgenstadt, wo bis zu 800 Menschen betreut werden. Die Stiftung gehört mit mehr als 400 Mitarbeitern zu den marktführenden Unternehmen im Bereich der Gesundheitsversorgung im Erzgebirge.

 
erschienen am 15.01.2012 ( Von Jochen Walther )
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