Wohin mit dem Auto? Die zwei Bundesstraßen und zahlreichen engen Gassen in Freiberg sollen in den kommenden Tagen neu beschildert werden, damit die Parkplatzsuche schneller geht. Die Besucher sollen in erster Linie zu den Parkhäusern "Am Tivoli" (oben links) und "Altstadt" (unten links) gelotst werden.Foto: Thomas Matthes
Neues Leitsystem soll Parkplatzsuche in Freiberg vereinfachen
Besucher der Stadt werden zielgerichtet auf Stellflächen gelotst
Freiberg. Sie sollen Wiedererkennungswert haben und die Gäste der Stadt zielgerichtet auf die großen Parkplätze führen: In dieser Woche werden die ersten neuen Schilder für das Freiberger Parkleitsystem geliefert, noch im August werden sie an 23Standorten in der ganzen Stadt aufgestellt. "Damit beginnt die abschließende Maßnahme der Stadtverwaltung gegen die Parkplatznot", sagt Baubürgermeister Holger Reuter (CDU). Die Eröffnung des Parkhauses "Altstadt" im Juni war der bisher letzte Meilenstein.
Ziele der Touristen, die mit dem Pkw in die Bergstadt kommen, sollen in erster Linie die beiden Parkhäuser "Am Tivoli" (292 Stellplätze/übergeben im Jahr 2009) und "Altstadt" (226/2012) sowie der Großraumparkplatz auf dem Messeplatz (140Stellplätze/soll eventuell kostenpflichtig werden) sein. 31 neue Schilder werden dafür aufgestellt, sie entsprechen denen, die man aus deutschen Großstädten kennt und sind dadurch leicht zu erkennen. "Einige Schilder kommen neu hinzu, die derzeit vorhandenen werden ersetzt, weil die Schrift darauf zu klein ist", sagt Reuter. Die Stadt kostet diese Maßnahme 5000 Euro.
Die erste echte Bewährungsprobe könnten die Schilder haben, wenn Anfang September Hunderttausende Besucher zum diesjährigen Tag der Sachsen nach Freiberg strömen. Doch dann werden um das Festgelände in der Innenstadt aus Sicherheitsgründen zwei Sperrkreise errichtet. Im Inneren dürfen gar keine Autos bewegt werden, im Äußeren werden nur Fahrzeuge mit Vignetten durchgelassen. Für deren Besitzer fallen aber zwei der drei Großparkplätze weg (siehe Kasten). "Zum Tag der Sachsen steht leider nur das Parkhaus ,Am Tivoli' zur Verfügung. Wenn man eine Vignette hat und bis dorthin fahren darf", sagt Holger Reuter.
Damit trotzdem jeder Einwohner des Stadtgebietes einen Parkplatz findet, werden für die Bewohner des inneren Sperrkreises Ausweichparkplätze im äußeren eingerichtet. Dass sie während des größten Volksfestes Sachsens nicht mit dem Pkw bis an ihre Wohnhäuser fahren dürfen, ist für Steffen Judersleben, Chef des Projektbüros Tag der Sachsen, ein Opfer, das die Bürger im Interesse der Stadt bringen sollten. "Dieses Fest bringt für Freiberg einen riesigen Werbeeffekt", sagt er. "Es geht um drei Tage. Nicht mehr. Wir hoffen, dass die Einwohner der Stadt mitziehen und für diese kurze Zeit eine Lösung im Sinne aller finden."

