Mitarbeiter der Baumschule Freiberg richteten am Donnerstag das Gelände um das neue Parkhaus "Altstadt" her. Uwe Naumann, Peter Thieme und Bert Traudmann (v.l.) pflanzten Ziersträucher und Ziergras, im Einfahrt- Ausfahrtsbereich wurde Rasen eingesät.
Foto: Eckardt Mildner
Parkhaus wird am Sonnabend eröffnet
Großgarage zwischen Schillerstraße und Fischerstraße erhält letzten Schliff
Freiberg. Ein Radiosender hallt durch das rote Treppenhaus, in dem die Maler noch einige Stellen ausbessern. An der gelben Schrankenanlage sind noch die Elektriker zu Gange, und der graue Betonboden glänzt frischgestrichen. "Wenn man das so sieht, glaubt man kaum, dass das alles rechtzeitig fertigwird", sagte Baubürgermeister Holger Reuter (CDU) am Donnerstag beim Rundgang durch das neue Parkhaus "Altstadt". Aber das sei immer so, weiß der Fachmann aus Erfahrung: "Wir werden das Haus am Sonnabend pünktlich 10 Uhr eröffnen."
Rund 5,5 Millionen Euro sind für den Komplex veranschlagt, der auf sieben Ebenen insgesamt 226 Pkw-Stellplätze bietet. Die Tragkonstruktion in Stahlbeton-/Stahlverbundbauweise ist bereits beim Parkhaus am "Tivoli" eingesetzt worden. Aus dem Betrieb dort seien auch einige Lehren gezogen worden, erklärt der Baubürgermeister. So wurden Schilder mit der Aufschrift "Lichte Durchfahrtshöhe 2,00 Meter" über die Einfahrt gehängt - der Betonriegel beim Vorgängermodell hatte als Höhenbegrenzer zu Schrammen auf hohen Fahrzeugen und Schadensersatzforderungen geführt.
Zudem haben die Rampen einen besonders griffigen Belag. "Den haben wir beim 'Tivoli'-Parkhaus nachträglich aufgebracht. Wir wollen die teure Fußbodenheizung nicht ständig laufen lassen, wenn durch die Autos Schnee und Matsch mit reingeschleppt werden", erläuterte Reuter. Energie sparen auch die Fassadengitter, die eine natürliche Luftzirkulation ermöglichen. Eine Lüfteranlage hätte zudem einen permanenten Geräuschpegel erzeugt.
Damit hängt aber auch die ungewöhnliche Gestaltung der Front an der Fischerstraße zusammen, die umstritten ist. "Die einen reden von Klaviertasten-Optik, die anderen von einem Strichcode", sagte Reuter. Auch über die Zufahrt von der Schillerstraße (B 173) her war heftig diskutiert worden. Das Tor in der Stadtmauer war auch Thema eines Leserforums der "Freien Presse". Letztlich setzte sich die Variante einer rechteckigen Öffnung in der Stadtmauer durch. In diesem Zuge sei auch gleich das Ruinenfeld an der Mauer beseitigt worden, so Reuter.
"Ich finde es gut, dass hier mal aufgeräumt wurde", urteilte Anwohner Erik Müller am Donnerstag, "allerdings gefällt mir die Vorderfront gar nicht." Er und seine Nachbarn hoffen nun, durch das neue Tor auch zu ihren Hinterhöfen fahren zu können: "Den Schuppen würde ich zum Carport umbauen."
Baupläne hat auch Helge Augustin, der Chef im AWG-Modecenter. "Wir wollen eine Brücke von unserem Haus über die Fischerstraße zum Parkhaus schlagen." Der Bauantrag wird derzeit geprüft.


17:33 Uhr
Ludwig2: Warum hat man die Hausfront in der Fischerstr eigentlich nicht erhalten? Denn so der optische Genuß isses nicht. Na gut, wenn man sich das Gesamtbild der Straße anschaut isses eigentlich schonwieder egal.
Zum Parkhaus: Mit ner S-Klasse könnte es in den Kurven durchaus eng werden!