Johannisbad-Sauna So viel Platz, wie Isabel Leupold hier am Fußbecken hat, ist in der Johannisbad-Sauna nicht immer.

Foto: Eckardt Mildner

Sauna im Freiberger Johannisbad soll erweitert werden

Baumaßnahmen starten frühestens ab April

Freiberg. Der Stadtrat hat noch einmal nachgelegt, nach der Wintersaison soll der Umbau der Saunalandschaft im Johannisbad beginnen. Vorausgesetzt, die Kosten klettern nicht noch weiter. Reichlich 920.000 Euro sind für den Umbau veranschlagt, im Herbst 2013 soll die Wiedereröffnung sein.

"Definitive Klarheit bringt erst die Ausschreibung, die im vierten Quartal erfolgt", baut Sylvio Dienel vor. Der Geschäftsführer der Freiberger Bäderbetriebsgesellschaft hatte im Mai miterlebt, wie der Aufsichtsrat die bereits für 2012 geplante Umgestaltung gestoppt hat. Anlass waren höhere Kosten infolge einer architektonischen Änderung. Statt einer "eckigen Kiste" soll nun ein radialer Anbau errichtet werden; die Fassade nimmt die Rundung der Kuppel des Hallenbades auf.

Die optisch gefälligere Lösung kostet ersten Schätzungen zufolge rund 50.000 Euro mehr. Der Freiberger Stadtrat hat nun die Bürgschaft für seine Bäderbetriebsgesellschaft von 300.000 sogar auf 400.000Euro erhöht, damit diese auch weitere Preissteigerungen verkraften kann. Rund 550.000 Euro muss die Firma aus eigenen Mitteln aufbringen. Etwa die Hälfte des Betrages war schon für Ersatzinvestitionen zurückgelegt worden.

So soll die neue Saunalandschaft aussehen. So soll die neue Saunalandschaft aussehen.

Foto: Architekturbüro Bauconzept

"Wir hätten die Saunalandschaft im Sommer sowieso für vier bis sechs Wochen schließen müssen, weil an den Kabinen und den Fliesen dringend etwas gemacht werden muss. Jetzt wird daraus ein halbes Jahr, dafür schaffen wir aber deutlich mehr Platz und Attraktionen für unsere Gäste", sagt Geschäftsführer Dienel. Zu Spitzenzeiten hätten sich über 80 Saunagäste in rund 40 Ruhemöglichkeiten teilen müssen; künftig gebe es doppelt so viele Sitze und Liegen. Zu den weiteren Neuerungen zählen unter anderem eine Salzgrotte, eine Stollensauna, ein Kamin im Ruheraum und ein separater Gastrobereich.

Fest steht aber auch, dass es bei den 7,50 Euro für zwei Stunden Saunanutzung nicht bleiben wird. "Das Tarifsystem für das gesamte Johannisbad muss im Rahmen der Haushaltskonsolidierung überprüft werden", bestätigt Dienel. Einzelheiten könne er noch nicht nennen, da darüber noch beraten werde.

In der Finanzvorschau für den Stadtrat wird von zusätzlichen 55.000 Euro Umsatz bei einem Besucherzuwachs von 5000 Saunagästen ausgegangen. "In die Summe sind die Gastro-Erlöse mit eingerechnet", erklärt Dienel. 2010 hatte die Sauna mit 40.637 Gästen 119.000 Euro Gewinn gemacht. Das Geld hilft, Verluste im Badbereich zu decken.

 
erschienen am 16.07.2012 ( Von Steffen Jankowski )
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