Der Dynamo-Dresden-Fanklub Sayda mit Maik Ethner, Marco Leichsenring und Raiko Richter (v.l.).
Foto: Eckardt Mildner
Saydaer sind Dynamos 12. Mann
Seit mehreren Jahren gibt es im Ort einen Dynamo-Dresden-Fanklub
Sayda. "Wir steh'n zu uns'rer Mannschaft, ist doch klar", heißt es im Fan-Gesang von Dynamo Dresden. Für 17 Männer aus Sayda ist diese Textzeile Ehrensache. Sie sind der Dynamo-Dresden-Fanklub Sayda, und sie halten zu ihrem Verein, auch wenn es zurzeit nicht gerade rosig läuft. In der 3. Liga sind die Dresdner Fußballer immer weiter abgerutscht und finden sich plötzlich im Abstiegskampf wieder.
"Das haben wir ehrlich gesagt geahnt, denn es gab einen Umbruch im Verein, und viele junge Spieler sind dazugekommen", sagt Marco Leichsenring stellvertretend für seine Mitstreiter. Er ist der Vorsitzende des Fanklubs und seit der Gründung im Jahr 1995 dabei. "Gerade in schwierigen Zeiten wie jetzt braucht die Mannschaft ihre Fans. Schließlich wollen wir in absehbarer Zeit im neuen Stadion mindestens Zweitliga-Fußball sehen."
Ob bald ins neue, seit Jahren ins alte oder derzeit ins baustellenartige Stadion - die Saydaer Dynamo-Fans sind oft bei den Heimspielen zu Gast. "So oft es geht, sind wir da. Allerdings sind die meisten von uns auch bei den Fußballern des SSV Sayda involviert, und so haben wir nicht immer Zeit", erklärt Leichsenring. Einige Male im Jahr reicht die Zeit aber auch für einen Trip zum Auswärtsspiel. Dort verhalten sich die Saydaer wie echte Sportler. "Von den Krawallmachern, die das Bild des Vereins und der ostdeutschen Fans in den Dreck ziehen, distanzieren wir uns klar und deutlich", betont Leichsenring.
Wenn gerade kein Spiel ansteht, treffen sich die Männer trotzdem in ihrem eigenen Domizil, veranstalten gemeinsame Abende oder schwelgen in Erinnerungen von besseren Fußball-Zeiten in der Landeshauptstadt. Was zur vielleicht brennendsten Frage führt.
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