Eine Ausstellung im Brander Cottagymnasium zeigt derzeit Arbeiten zum Thema Akt von Julia Wegener (vorn). Die Schülerin liebt vor allem das Zeichnen mit Kreide.
Foto: Eckardt Mildner
Schülerin findet Gefallen an der Aktmalerei
Julia Wegener stellt auf der Galerie des Bernhard-von-Cotta-Gymnasium aus
Brand-Erbisdorf. Auf der Galerie des Brand-Erbisdorfer Gymnasiums sind zurzeit ungewöhnliche Ansichten zu bewundern: Frauenakt hängt dort neben Frauenakt. Geschaffen hat die Kohlezeichnungen die 18-jährige Schülerin Julia Wegener.
Material Kreide begeistert sie
Sitzend, liegend, sich wegdrehend: Die junge Zeichnerin hat die Frauen in verschiedenen Situationen realistisch eingefangen. Dabei nimmt sie die Malkreide noch nicht lange in die Hand. "Ich habe 2006 angefangen", erzählt sie. Sie wollte das Malen damals gern ausprobieren. "Also fragte ich die Mutter einer Freundin, von der ich wusste, dass sie zu einem Malerstammtisch im Weißeritzkreis geht, ob ich mal mitkommen könnte." Sie durfte.
Eine lange Einführung in die Kunst des Aktmalens hätte es nicht gegeben. "Dabei wusste ich gar nicht, wie das geht. Aber der Mann, der den Kreis organisiert, hat mir einfach ein Stück Kreide in die Hand gedrückt", meint sie schmunzelnd. Das Material Kreide gefällt ihr gut. "Besonders die Kontraste, die damit möglich sind, zwischen dunklen Flächen und dem hellen Hintergrund finde ich spannend", begeistert sich die Gymnasiastin.
In späteren Zeichnungen wurde sie experimentierfreudiger und hat verschiedene Hintergründe eingefügt. Einige Arbeiten wirken mit den harten Gegensätzen zwischen Hell und Dunkel wie Linolschnitte. Die wären allerdings auch ihr Vorbild bei diesen Bildern gewesen. "Ich probiere mich halt noch aus", meint Julia Wegener bescheiden.
Von Ergebnissen überrascht
Von den Ergebnissen ihrer Werke war sie selbst überrascht. Die neu entdeckte Begabung soll aber keine Auswirkungen auf ihre Lebensplanung haben. "Das Zeichnen wird bestimmt ein Hobby bleiben", sagt sie.

