René Seifert von der Firma Bauunternehmung Hartmann beim Anlegen der Baustraße. René Seifert von der Firma Bauunternehmung Hartmann beim Anlegen der Baustraße. Die macht sich vor allem für den Abbruch der alten Stützmauer und den sich anschließendend Fundamentarbeiten erforderlich.

Foto: Eckardt Mildner

Schwere Bohrtechnik rückt an

Bauarbeiten zum Hochwasserschutz erfordern 100 Bohrpfähle

Rothenfurth. Der erste der vier Abschnitte des Zwei-Millionen-Euro-Baus zum Flutschutz im Großschirmaer Ortsteil Rothenfurth hat es in sich: Ab 21. November werden bis zu 100 Bohrpfähle entlang der Freiberger Mulde gesetzt - ab der Brücke Pappenwerk etwa 70 Meter stromaufwärts. Dafür rücken Fachleute mit spezieller Bohrtechnik an. "Die ist 70 Tonnen schwer", sagte Michael Frohs von der beauftragten Firma Bauunternehmung Hartmann Rechenberg-Bienenmühle.

Noch mit Baustraße beschäftigt

"Noch sind wir aber mit dem Abtragen der alten Stützmauer und dem Errichten der Baustraße in der Mulde beschäftigt", erläuterte der Bauleiter. Letztere mach sich erforderlich, da das 70-Tonnen-Bohrgerät darauf fest stehen muss. Das Besondere: Für die Pfähle erfolgen bis zu drei Meter tiefe Bohrungen, die vor Ort ausgegossen werden. Während dieser Arbeiten soll es auf der angrenzenden Straße zu keinen Behinderungen kommen.

Doch damit ist zunächst nur "das Fundament der neuen Stützmauer" hergestellt. Der eigentliche Bau der Mauer beginnt je nach Witterung voraussichtlich im Frühjahr. "Für die weiteren Bauabschnitte müssen wir allerdings die Schonzeiten für die heimischen Fischarten beachten", erklärte der 37-Jährige. Danach rechnet Frohs auf beiden Seiten der Brücke Muldenstraße S 197 mit Bautätigkeit. Zeitgleich soll nämlich in Richtung Halsbrücke mit dem Bau der gut 240 langen Ufermauer begonnen werden.

"In Verbindung mit dem vorgesehenen Hochwasserrückhaltebecken Mulda und einem Überleitungsstollen werden damit die an der Freiberger Mulde liegenden Wohnhäuser und auch Firmengebäude zukünftig vor einem Hochwasser geschützt, wie es statistisch alle 100 Jahre vorkommt", erklärte erneut die Pressesprecherin der Landestalsperrenverwaltung Sachsen, Britta Andreas. Ihrer Darstellung nach werden sich die Arbeiten auf jeden Fall bis Ende nächsten Jahres hinziehen. Laut Bauleiter Frohs sind die Anlieger schon im Vorfeld über die Einzelheiten des Bauvorhabens aufgeklärt worden. "Ich bin aber trotzdem gesprächsbereit, falls der eine oder andere Anwohner einen Hinweis geben oder Bedenken anmelden will", sagte er.

Da das Wetter gut mitspielt, würden gegenwärtig jedenfalls die Bauarbeiten zügig vorangehen.

 
erschienen am 07.11.2011 ( Von Jochen Walther )
 
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