Skibus rollt durchs Osterzgebirge
Fahrgäste können touristisches Angebot für vier Wochen nutzen
Brand-Erbisdorf. Nach den Fahrten zwischen Weihnachten und Neujahr begibt sich der Ski- und Wanderbus der Tourismusgemeinschaft "Silbernes Erzgebirge" ab kommende Woche wieder auf Tour. Vom 28. Januar bis 26. Februar verkehrt der Bus viermal täglich zwischen Rechenberg-Bienenmühle und Zinnwald. "Nach längeren Bemühungen ist es uns gelungen, den Bus wieder durch die Region zu schicken", fasst Karsten Gräning, Geschäftsführer des "Silbernen Erzgebirges" zusammen. Das Projekt kostet in dieser Saison laut Gräning 38.000 Euro. Getragen wird es von den Landkreisen Mittelsachsen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Auch die Verkehrsverbünde Oberelbe und Mittelsachsen sowie die Tourismusgemeinschaft finanzieren es.
Ziel der Touristiker ist es, mit dem Zusatzangebot die obere Erzgebirgsregion über die jeweiligen Landkreisgrenzen hinaus zu verbinden. Es gibt Einzel-, aber auch Tagestickets für den Bus. Kostenfrei mitgenommen werden Ski- und Wanderausrüstungen. "Gäste wie Einheimische können mit dem Tageticket einen Extrabonus nutzen", erklärt der Geschäftsführer. Dieser beträgt demnach über elf Euro, wenn an der Strecke liegende Angebote genutzt werden. So ist beispielsweise der Eintritt in das Brauereimuseum in Rechenberg-Bienenmühle frei. Ermäßigten Eintritt gibt es unter anderem für die Bäderlandschaft im Altenberger "Raupennest".
In den Ferien zwischen Weihnachten und Neujahr, genauer vom 23. Dezember bis zum 2. Januar, pendelte der Bus ebenfalls. In dieser Zeit nutzten laut Karsten Gräning insgesamt 1033 Fahrgäste das Angebot, das sind durchschnittlich zwölf Personen je Fahrt. "Dies ist ein guter Anlauf", kommentiert er.
Dennoch musste das touristische Angebot, das erst in der vergangenen Saison Premiere hatte, jetzt zurückgefahren werden. Denn der Bus fährt nicht, wie eigentlich vorgesehen, in der gesamten Wintersaison. Auch die Erweiterung der Route durch die hiesige Region konnte nicht realisiert werden. Hintergrund dafür ist offenbar die nicht genügende finanzielle Unterstützung des Angebotes unter anderem durch Beherbergungsbetriebe.
Karsten Gräning hofft unterdessen darauf, dass sich der Ski- und Wanderbus auch künftig durchsetzen kann. "So etwas gibt es anderswo nicht", sagt er und erklärt: "Wir haben eine Anfrage an alle Städte und Gemeinden von Altenberg bis Olbernhau sowie an große Hotels, Pensionen und Freizeiteinrichtungen gestartet, um gemeinsam über die dauerhafte Fortführung des Projektes ab 2012/13 zu sprechen. Wir wollen wissen, wie das Interesse ist."


