TU Bergakademie will bei Lehre besser werden
Neues Projekt soll Kompetenzen von Dozenten und Studierenden erhöhen
Freiberg. Freiberg. Die Freiberger Universität will bei Lehre und Lernen noch besser werden. Gefördert aus Mitteln der Stiftung "TU Bergakademie Freiberg" startet zum Sommersemester 2010 ein Projekt, dass die Entwicklung von Modulen zur Erhöhung der Lehr- und Lernkompetenz von Dozenten und Studierenden zum Inhalt hat. Die Federführung übernimmt Michael Nippa, Inhaber des Lehrstuhls für Unternehmensführung und Personalwesen. Er hat zugleich den Hut auf beim 2009 gegründeten hochschuleigenen Karrierezentrum (Career Center), aus dessen Erfahrungen die Projektteilnehmer schöpfen wollen.
"Bisherige wissenschaftliche Studien zeigen, dass fächerübergreifende Kompetenzen eine enorme Rolle beim Berufsein- und -aufstieg spielen. Um diese zu erwerben, bietet das Career Center den Studenten und Absolventen zahlreiche Workshops an", erläutert der Professor und fügt an: "Für junge Wissenschaftler, die eine akademische Laufbahn anstreben, sind zusätzliche pädagogische Kompetenzen unabdingbar."
Tanja Hornung lehrt seit Oktober 2009 an der Bergakademie und freut sich über die Möglichkeit, ihre pädagogischen Kenntnisse zu erweitern: "Während des Studiums der Wirtschaftswissenschaften war ich als Tutorin tätig. Das hat mir großen Spaß gemacht." Deshalb habe sie sich entschieden, nicht in die Wirtschaft, sondern in Lehre und Forschung zu gehen. "Eine gute Lehre ist eine große Herausforderung, die Empathie, Geduld und Verständnis für die Lernenden erfordert", so die wissenschaftliche Mitarbeiterin.
Dass eine nachvollziehbare Vermittlung des Lernstoffes für den gewünschten Studienerfolg allein oft nicht ausreicht, hat Linda Clauß, Mitarbeiterin des Karrierezentrums, während ihrer Beratungen festgestellt. "Es gibt einen Bedarf an geeigneten Lernstrategien. Viele Studenten brauchen Unterstützung, um erfolgreich zu lernen", so ihre Erfahrung.

