Beim Tag des offenen Hofes in der Agrargenossenschaft Clausnitz fand der historische Bauernhof, aufgebaut von Horst Glöckner aus Clausnitz, großes Interesse.
Foto: Klaus Ebert
Tag des offenen Hofes: Landwirtschaft zum Anfassen
Agrargenossenschaft "Bergland" in Clausnitz zeigte ihren Rinderstall
Rechenberg-Bienenmühle/Clausnitz. Wer seinen Hof öffnet, muss mit vielen Besuchern rechnen. So erging es auch der Agrargenossenschaft "Bergland" Clausnitz. Hunderte Neugierige waren am Sonnabend in die Rinderanlage gekommen, um sich Kälber und ausgewachsene Rinder, moderne Biogas-, Windkraft- und Fotovoltaikanlagen sowie eine Technikschau anzusehen. Bereits seit der Öffnung am Morgen herrschte großer Andrang in den Ställen, am Melkkarussell, im Futterraum, am Hochsilo und an der Rapspresse.
Man habe ja nicht jeden Tag die Gelegenheit, solch eine Rinderanlage einmal von innen zu sehen, hieß es von Familie Hofmann, die gerade einen Blick in die Ställe warf. Wer sich nicht allein auf dem Gelände umschauen wollte, konnte sich einer Führung anschließen.
"Für unser Milchvieh und übrigens auch für das richtige Arbeiten der Biogasanlage ist es ganz wichtig, jeden Tag die Futterzeiten und Futtermischungen ganz genau einzuhalten", erklärte Lothar Eckhardt, Vorsitzender der Agrargenossenschaft "Bergland" Clausnitz. Während sich die erwachsenen Besucher vor allem für die technischen Details und Abläufe interessierten, standen bei den Jüngsten besonders die Kälber im Mittelpunkt. Die durften sogar gestreichelt werden.
Dass das Melken einer künstlichen Kuh gar nicht so einfach ist, mussten andere Besucher feststellen. Für Traktorrundfahrten nahmen viele auch eine Wartezeit in Kauf. Bei den Eltern und Großeltern weckte Familie Glöckner aus Clausnitz Erinnerungen. Sie demonstrierte das einstige bäuerliche Leben auf einem Familienhof. "Das kenn ich auch noch von zu Hause", hörte man den ein oder anderen Besucher murmeln beim Anblick von Sauerkrauthobel und Sauerkrautfass, Butterfass, Schrotmühle und Flachskamm. Dass Flachs heute zum Beispiel in Instrumentenkoffern oder sogar in Schneeschiebern verarbeitet werden kann, erfuhren die Gäste an anderer Stelle. Wissenswertes gab es außerdem bei der Bioenergieberatung zu erfahren. "Das große Interesse der vielen Besucher freut uns natürlich ganz besonders", resümierte Lothar Eckhardt, der wie seine Mitarbeiter viele Fragen zu den verschiedenen Anlagen und zur Arbeit in der Agrargenossenschaft zu beantworten hatte.

