Schlacht am internationalen Buffet in der Neuen Mensa.Foto: Ute George
Thailändisches Curry mit Berliner Luft
Selbst gekochte Kreationen von 21 internationalen Teams
Freiberg. Freiberg. Fatayer aus Palästina, Gefüllte Cannelloni aus Italien, Plov mit Nationalen Brötchen aus Kasachstan, Knafeh Kazzabeh aus Jordanien/Palästina - die Auswahl zum Internationalen Dinner am Dienstagabend in der Neuen Mensa machte es den etwa 100 Gästen schwer. 21 Teams, bestehend aus Studenten und Doktoranden, waren zum Kochduell angetreten, die Bekochten mussten ihre Sieger in den Kategorien Vor-, Haupt- und Nachspeise küren.
Das große Essen fand bereits zum zweiten Mal statt und war auch in den Veranstaltungskalender "Wir sind Freiberg" mit aufgenommen worden. Geboren wurde die Idee im vergangenen Jahr anlässlich des Internationalen Tages, den das Internationale Universitätszentrum, der Arbeitskreis Ausländischer Studierender und das Studentenwerk regelmäßig organisieren. "Für viele ist das Dinner eine Chance, ihr Land vorzustellen", erklärte Tanja Münch vom Organisatorenteam, das sich zahlreiche Sponsoren ins Boot geholt hat, um die Zutaten als auch die Preise zu finanzieren. Das Ergebnis kann sich nicht nur sehen, sondern auch schmecken lassen. "Es soll zu einer Traditionsveranstaltung werden", verriet Tanja Münch.
Kurz vor dem Platzen griffen die Gäste zum Kuli und kreuzten ihre Favoriten an, und das war bei 28 Essen gar nicht so einfach. In der Kategorie Vorspeise gewann das Team Raki Saki aus Jordanien mit Fattet El-Batengan, bestehend aus Petersilie, Joghurt, Fleisch Aubergine, Tomatenmark, Mandeln und Arabischem Brot. Das beste Dessert hatte ein kasachischer Koch gezaubert. Die an übergroßen Puffreis erinnernde Speise mit dem passenden Namen Tschäk-Tschäk bestand aus Mehl, Eiern, Honig, Nüssen und Rosinen und ließ im Magen kaum noch Platz für ein weiteres Dessert.
Eine Überraschung gab es bei der Hauptspeise. Hier gewann ein Berliner mit grünem thailändischen Hühnercurry (siehe Rezept). Maximilian Kühn erntete dann auch den Jubel seiner Mitstreiter. "Ein Manko in Freiberg ist, dass es keinen Asia-Markt gibt. Es ist deshalb etwas schwierig, die Zutaten zu bekommen", erzählte er. So mussten sie extra aus Berlin "eingeflogen" werden. Die Hauptstadt ist auch Schuld an seiner Leidenschaft für thailändische Küche. "Ich mag dieses Essen. In Berlin gibt es eine riesige Auswahl an thailändischen Restaurants", berichtete der Student. Und zuhause? "Na da koche ich natürlich auch sehr oft thailändisch", verriet er.

