So stellt sich Uwe Schwarz das kleinere Zimmer des Toberaums vor.
Foto: Uwe Schwarz
Künstler gestaltet Raum im Jugendzentrum "Ufo" in Flöha
Uwe Schwarz hat sich bereits Gedanken gemacht
Flöha. Der Toberaum im Flöhaer "Ufo" ist ausgeräumt, die jungen Nutzer des Jugendzentrums haben dabei tatkräftig mit Hand angelegt. Der alte textile Fußbodenbelag wurde mühevoll herausgerissen. Es kann also losgehen mit der Wiedergemütlichmachung dieses Rückzugsraums für die jüngeren Besucher der Freizeitstätte.
Und es geht los. Am Donnerstag will der Falkenauer Malermeister Andreas Demeter mit der Grundierung der Wände beginnen, damit dann beim Großeinsatz am 29. Februar alles wie geschmiert laufen kann. Demeter gehört zu einer ganzen Reihe von Helfern, die dem Aufruf der "Freien Presse" gefolgt sind und zeigen wollen, was man an einem zusätzlichen Schaltjahrtag alles schaffen kann.
Im "Ufo" tut derlei Hilfe bitter Not, denn der brandschutz- und behindertengerechte Umbau der alten Fabrikantenvilla hat unvorhergesehen derart viel Geld verschlungen, dass im Stadtsäckel nichts mehr für Maler- und Fußbodenarbeiten übrig blieb. Um alles selbst zu erledigen, fehlt dem Betreiberverein einfach die Kraft.
Der Augustusburger Künstler Uwe Schwarz hat sich einen Kopf um die Gestaltung des durch einen Bogen zweigeteilten Raumes gemacht. Dem Namen des Jugendzentrums entsprechend, könnte der kleinere Raum "spacig" werden (Abbildungen), mit einem zum Mond führenden Podest zum Draufsetzen. Heike Neukamm vom "Ufo"-Verein findet die Entwürfe "cool". "Die Verbindung zu unserem Namen ist gelungen, auch die Treppe ist schön. Das könnte gemütlich werden."
Etliche der jungen Nutzer hätten allerdings lieber Graffiti an den Wänden.
Foto: Uwe Schwarz
Bei den künftigen Nutzern allerdings ist die Meinung geteilt. Den Kleineren wie der neunjährigen Antonia Thiel gefällt der Entwurf, den Größeren ist er "zu kindisch", wie Toni Barchfeld (13) sagt. "Das Weltraumartige ist nicht mehr in. Ich würde das lieber graffitimäßig machen", ist die Meinung des zwölfjährigen Justin Queck. Auch Toni findet: "Man kann doch Weltraummuster auch ran sprühen."
Uwe Schwarz hat mit diesen Meinungen und modernen Graffiti kein Problem. Im Gegenteil. Er freut sich, wenn die "Ufo"-Besatzung eigene Vorstellungen äußert, schließlich muss der Raum ja zuallererst den Kindern und Jugendlichen gefallen. "Sie sollen ruhig loslegen." Allerdings sollten sie sich vorher einigen. "Ein Grundmotiv sollte Bestand haben und nicht immer wieder übersprüht werden. Sonst wird's zu wild", sagt Schwarz.
Die Starthilfe fürs "Ufo" Flöha organisiert "Freie Presse". Wer sich der Aktion am 29. Februar anschließen möchte - egal, ob finanziell oder mit handfestem Einsatz - kann sich in der Lokalredaktion melden.
Telefon 03726 5887-14341


