So soll das neue Laserinstitut der Mittweidaer Hochschule aussehen.
Foto: Ingenieurbüro Kreuz Mittweida
Laserinstitut bekommt einen Neubau
Das 21 Millionen Euro teure Objekt an der Hochschule Mittweida soll bis Anfang 2014 fertig sein
Mittweida. Die Hochschule Mittweida wächst weiter: Nach dem Medienzentrum soll auch ein neues Laserinstitut entstehen. 21 Millionen Euro sollen investiert werden - 16 Millionen fließen in das Gebäude, fünf Millionen in dessen Ausstattung. Laut Projektmanager Robby Ebert ist die Einweihung für Anfang 2014 vorgesehen. Der Bund habe die Fördermittel für das ehrgeizige Vorhaben bereits genehmigt. "Wir haben einen Wettbewerb des Wissenschaftsrates der Bundesrepublik gewonnen und bekommen deshalb die Zuschüsse für das neue Laserinstitut - als eine von zwei Fachhochschulen Deutschlands", sagt Ellen Weißmantel, Referentin Forschung an der Hochschule.
Der modern gestaltete Neubau soll hinter dem Zentrum für Medien und Soziale Arbeit entstehen - an der Stelle, wo sich derzeit die alte Reithalle befindet. Der Baubeginn steht indes noch nicht fest. "Wir haben bisher keinen Termin für die Grundsteinlegung. Aber wir hoffen, dass die Arbeiten dieses Jahr beginnen", sagte Ellen Weißmantel.
Mittweidas Oberbürgermeister Matthias Damm (CDU) erwartet von dem neuen Institutsgebäude eine höhere Attraktivität der Hochschule und der Stadt Mittweida zugleich. "Das Laserinstitut der Hochschule Mittweida gehört zu den weltweit führendenden Einrichtungen in der Laserforschung und -anwendung", sagte er. Insofern sei der Neubau folgerichtig und notwendig, damit zukünftig beste Bedingungen für das Institut geschaffen werden können. Die Stadt habe dafür ein entsprechendes Grundstück bereitgestellt. "Der Kaufvertragvertrag wird in der nächsten Zeit abgeschlossen", erläutert Damm.
Nach den Vorgaben des Wissenschaftsrates muss das Gebäude spätestens 2014 fertig sein. Derzeit zählt das Laserinstitut über 40 Mitarbeiter. In dem neuen Gebäude sollen es dann noch mehr werden.
Denn zwei millionenschwere Forschungsprojekte sind am Laserinstitut der Hochschule angelaufen. Laut Referentin Weißmantel konnte das Institut für die nächsten fünf Jahre Zuschüsse von 4,5Millionen Euro einstreichen. Der Europäische Sozialfonds bezuschusst eine Nachwuchsforschergruppe mit 1,5Millionen Euro.
Die jungen Wissenschaftler tüfteln seit Oktober vorigen Jahres an innovativen Lösungen zur superschnellen Materialbearbeitung mit Laser. Sechs Professoren, so aus Lasertechnik, Optik und Maschinenbau, betreuen sie. Das zweite Projekt wird mit drei Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium gefördert. Die Wissenschaftler entwickeln hier hochproduktive Verfahren mit neuartigen Lasern.


