22-jährige Beifahrerin erliegt ihren schweren Verletzungen
Frankenberger Feuerwehr mit einem der schwersten Einsätze 2010
Frankenberg/Hainichen. Frankenberg/Hainichen. Der schwere Verkehrsunfall am Montagabend auf der A 4 bei Hainichen hat ein weiteres Todesopfer gefordert. Nachdem der 23-jährige Opel-Corsa-Fahrer noch an der Unfallstelle gestorben war, erlag seine 22-jährige Beifahrerin, die per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht worden war, am späten Montagabend ihren schweren Verletzungen. Ein VW Touareg war beim Spurwechsel auf der Autobahn mit dem Opel, der sich im mittleren Fahrstreifen befand, kollidiert. Der Opel prallte daraufhin an die Leitplanke und kam dort zum Stehen.
"Das war für uns zweifellos einer der schwersten Einsätze in diesem Jahr", gibt Michael Knoth, der stellvertretende Leiter der Frankenberger Feuerwehr, zu. Er hatte den Einsatz geleitet und gemeinsam mit den anderen zwölf Feuerwehrleuten dafür gesorgt, dass die Unfallopfer aus dem zertrümmerten Opel geborgen werden konnten. Ein wachsames Auge hat er bei derart schwierigen Einsätzen auch stets auf seine Männer.
"Denn es gibt Tage, da steckt man so etwas besser weg. An anderen Tagen wiederum haben auch wir arg mit solchen Situationen zu kämpfen. Das belastet den einen oder anderen doch ganz sehr", sagt er. Es bestehe jederzeit die Möglichkeit, einen Seelsorger unmittelbar zur Unfallstelle zu beordern, der sich sowohl um die Unfallopfer als auch um die Betreuung der Retter kümmert. "In diesem Fall haben wir ihn aber nicht gebraucht", so Knoth. Der Feuerwehrmann kann sich jedoch noch gut an einen Fall vor etwa zwei Jahren erinnern, als Unfallbeteiligte, die von auswärts kamen, im Gerätehaus betreut wurden.
Was den Crash am Montagabend betrifft, bei dem die Richtungsfahrbahn Chemnitz-Dresden bis gegen 20.30 Uhr gesperrt werden musste, so seien die Retter eigentlich guter Hoffnung gewesen, dass die junge Frau überlebt. "Aber man kann nicht abschätzen, welche inneren Verletzungen sie erlitten hat", weiß Knoth. Als die Feuerwehr an der Unfallstelle eintraf, sei bereits ein Rettungswagen vor Ort gewesen. "Ein weiterer traf mit uns zusammen ein. Und auch der Rettungshubschrauber und der Notarzt waren relativ schnell da", erinnert sich Knoth. Die Autobahnpolizei sucht dringend Zeugen, die sich unter Telefon 0371 87400 melden können.


