Auf dem Feld zwischen Cunnersdorf und Riechberg bereitet Marko Arnhold von der Agrargenossenschaft Hainichen-Pappendorf den Heuwender auf den Einsatz vor.  
Auf dem Feld zwischen Cunnersdorf und Riechberg bereitet Marko Arnhold von der Agrargenossenschaft Hainichen-Pappendorf den Heuwender auf den Einsatz vor.

Foto: Falk Bernhardt

Agrargenossenschaft Hainichen investiert Millionen in Cunnersdorf

Landwirtschaftsbetrieb will ein modernes Zentrum für Milchproduktion errichten

Hainichen. Ein langjähriges "Wahrzeichen" der Milchviehanlage in Cunnersdorf ist zu Jahresbeginn verschwunden. Doch auf dem Gelände soll ein neues entstehen. Die sechs markanten Futtersilos waren 1979 errichtet worden. Im Jahre 2004 wurden die 2000 Kubikmeter fassenden Türme das letzte Mal befüllt. Seither standen sie leer, die Mauern wurden brüchig.

Eine Sanierung wäre zu teuer geworden. Deshalb entschloss sich die Agrargenossenschaft Hainichen-Pappendorf für den Abriss. Für knapp 2,9 Millionen Euro will das Landwirtschaftsunternehmen in diesem und dem nächsten Jahr in insgesamt vier Bauvorhaben investieren.

"Nach reiflicher Überlegung haben wir uns entschieden, den Produktionsstandort in Cunnersdorf auszubauen", sagt Silvio Hainich, Vorsitzender der Agrargenossenschaft. Die ersten Pläne liegen drei Jahre zurück. Niedriger Milchpreis und immer neue Wetterkapriolen sorgten für Einnahmeverluste. So fügten die eiskalten und schneearmen Tage im Januar und Februar der Wintersaat Schäden zu. Allen Wirren zum Trotz sei jedoch nun die Zeit reif, einen modernen Standort zu errichten, der den Tieren optimale Haltungsbedingungen bietet. "Viel Licht und Luft", nennt es Silvio Hainich. So soll ein Stall für 450 Kälber mit Milchküche und Mistplatte errichtet werden. Der Rohbau ist mit einer Kostenschätzung von 985.000 Euro€ angesetzt. "Die Baugenehmigung liegt schon vor. Nun warten wir noch auf die Fördermittel", sagt Hainich. Dann könnte 2013 der Bau beginnen. Noch in diesem Jahr soll ein Silo entstehen. Es wird 80 Meter lang, 18 Meter breit, vier Meter hoch und fasst 4000 Tonnen Silage, etwa das Doppelte der abgerissenen Türme. Ebenso sollen im nächsten Jahr eine Strohlagerhalle und eine Melkanlage neu gebaut werden.

Die Mitglieder wüssten zwar schon Bescheid, sie würden es aber eben nicht gern hören: "Mit dem Neubau werden alte Stallungen geschlossen", sagt Silvio Hainich. Als erstes der Stall in Goßberg. Tradition weicht der Moderne.

 
erschienen am 29.05.2012 ( Von Petra Schumann )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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