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Lehrer Franz Salomon (l.) und Organisator Rolf Benedix beim Klassentreffen der Ringethaler Schüler nach 60 Jahren in Mittweida.

Foto: Falk Bernhardt

Ein Klassentreffen nach 60 Jahren

Zwölf Schüler, die 1957 in Ringethal gemeinsam die vierte Klasse besuchten, sahen sich gestern wieder. Auch ein Lehrer und der ehemalige Schulleiter schauten vorbei.

Von Falk Bernhardt
erschienen am 21.04.2017

Ringethal. Alt wie ein Baum. Dieser Spruch war gestern zum Klassentreffen in der Mittweidaer Gaststätte "Moritzburg" gleich mehrfach zu hören. Die anwesenden Schüler der ehemaligen Zentralschule Ringethal sind oder werden in diesem Jahr zwar alle erst 70 Jahre alt. Ihr ehemaliger Schulleiter Siegfried Störzel steht aber schon kurz vor dem 97. Geburtstag. Und auch um richtige Bäume ging es beim Treffen.

So hatte doch genau diese Klasse im Jahr 1958 oder 1959 - da war man uneins - auf dem Ringethaler Sportplatz eine Reihe Pappeln gepflanzt. "Das war damals mit Sportlehrer Werner Höthe", sagte Annerose Rendler. Genau jene Bäume waren erst vor einigen Wochen gefällt worden, daraus resultierende Schäden, wie ein kaputtes Fußballtor, hatten für Aufregung gesorgt.

Gespannt waren gestern jedenfalls etliche Mitschüler auf das Wiedersehen. "Es ist nach so langer Zeit wirklich unser erstes Treffen", versicherte Organisator Rolf Benedix, der aus Höckendorf stammt und heute in Hartha wohnt. "Einige haben sich wirklich seit der Schule nicht mehr gesehen, viele haben sich aus den Augen verloren." Knapp 20 Schüler besuchten 1957, also vor 60 Jahren, die vierte Klasse in Ringethal. Davor und danach trennten sich schon Wege, auch durch damalige Schulreformen begründet. Im November 2016 begann Benedix mit der Vorbereitung des Treffens, machte seine Mitschüler aus Erlebach, Hermsdorf, Falkenhain und Kockisch ausfindig. Etliche wohnen noch in der Region, andere zog es bis in den Breisgau in Baden-Württemberg, drei sind verstorben.

Zwölf der früheren Ringethaler Schüler kamen nun zusammen und mit ihnen Lehrer Franz Salomon. "Gut die Hälfte habe ich wiedererkannt", sagte der 87-Jährige. Von 1949 bis 1990 hatte er in Ringethal unterrichtet, war 25 Jahre Kreisfachberater für Mathematik. Im Altkreis Hainichen ist er deshalb noch vielen bekannt, denn Franz Salomon war auch für die alljährliche Mathematik-Olympiade verantwortlich.

Der Direktor von damals lebt heute auch noch. Der fast 97-jährige Siegfried Störzel war aber schwer ausfindig zu machen. Er lebt heute in einem Seniorenheim in Zwickau. Für das Treffen steuerte er eine Videobotschaft und ein Gedicht bei. Seine ehemaligen Schüler zeigten sich beeindruckt, vor allem Benedix. Er hatte den einstigen Direktor, der viele Jahre auch für "Freie Presse" heimatkundliche Artikel geschrieben hatte, in Zwickau aufgesucht. "Er ist geistig enorm fit, schreibt in Zwickau auch Beiträge für die Seniorenheimzeitung", erzählte Benedix.

Ihr altes Schulgebäude haben alle nicht vergessen, etliche nutzten im Vorjahr auch die Chance, dieses seit Jahren unzugängliche Ringethaler Schloss bei einem Tag der offenen Tür zu besuchen. "Ein dort vorgestellte Plan zur möglichen Nutzung hat mir gut gefallen", erzählte Rose Lange, die immer noch in Ringethal wohnt. "Es ist der Vorschlag, dort Vereinsräume und eine Begegnungsstätte für ältere Menschen einzurichten. Eine Gastwirtschaft gibt es im Dorf ja nicht mehr."

 
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