Zum Neujahrsempfang am Freitagabend in der Mittweidaer Sporthalle am Schwanenteich wurde dieses Transparent enthüllt, mit dem die Stadt gegen die Streichung der Umgehungsstraße protestiert. Der Schriftzug spielt auf eine Aktion des sächsischen Verkehrsministers Sven Morlok (FDP) an, der mit sächsischer Eierschecke an Autobahnraststätten Pendler aus Sachsen, die in Bayern arbeiten, zur Rückkehr bewegen wollte.
Foto: Falk Bernhardt
Ein Paukenschlag zum Neujahrsempfang
Mittweidaer OB lässt Katze aus dem Sack: Dresden soll die geplante Ortsumgehungsstraße gestrichen haben
Mittweida. Die Stadt Mittweida hat 2011 an Investitionen alles erreicht, was geplant war. Und auch in diesem Jahr wird kräftig investiert. Dennoch hatte die Rede, die Oberbürgermeister Matthias Damm (CDU) am Freitagabend vor den rund 500 Gästen des Neujahrsempfangs in der Sporthalle am Schwanenteich hielt, kein Happyend. Harsche Kritik übte er am sächsischen Wirtschaftsministerium, das offenbar die seit langem geplante Umgehungsstraße nicht bauen lassen will. Aus Mittweidaer Sicht ist das laut Damm "einer der größten Rückschläge", den die Stadt in den vergangenen 20 Jahren erlebt hat.
In der Halle enthüllte er ein Transparent, das Anfang nächster Woche über der Straße nahe dem Digro-Gebäude angebracht werden soll. "Damit wollen wir darauf hinweisen, wer diesen Missstand zu vertreten hat", sagte Damm. Zudem liegen im Rathaus drei Wochen lang Unterschriftenlisten aus, in die sich alle Unterstützer dieser Protestaktion eintragen können.
Die Ortsumfahrung sollte die weitere Ansiedlung von Industrie und Gewerbe begünstigen, eine Entlastung der Ortslagen Altmittweida, Mittweida und Erlau bringen und mit zur Entschärfung des Unfallschwerpunktes zwischen Lauenhain und Erlau beitragen. Das alles werde nun durch das Ministerium zunichtegemacht. Mittweida selbst habe bereits eine fünfstellige Summe in diese Planungen gesteckt.
Rückblickend auf das vergangene Jahr konnte Damm auf viele erfolgreiche Projekte verweisen. Stellvertretend nannte der OB die Sanierung des Freibades, den ersten Bauabschnitt des Gymnasiums, den Bau des Kindergartens Lauenhain, die Neugestaltung des Technikumplatzes, den ersten Bauabschnitt der Hainichener Straße, den Umzug des Archivs und des Standesamts ins Rochsche Haus, den Bau der Waldheimer Straße und des Dorfbergs Lauenhain sowie die Grundsteinlegung für das neue Medienzentrum.


