Fest Eine große Party im Hafen der Talsperre Kriebstein soll es auch am 19. und 20. Mai geben. Denn dann steigt das historische Hafenfest anlässlich 100 Jahre "MS Mittweida".

Foto: Falk Bernhardt/Archiv

Erlebnistalsperre Kriebstein will wachsen

Naherholungsgebiet will sich sachsenweit zwischen den touristischen Leuchttürmen noch besser behaupten

Kriebstein. Die Erlebnistalsperre Kriebstein will im sachsenweiten Wettbewerb weiter punkten und ihre Angebote in den kommenden Jahren ausbauen. Mit dieser Botschaft tourt Thomas Waldheim, Geschäftsführer des Talsperrenzweckverbandes, derzeit durch verschiedene Kommunen und wirbt um Unterstützung.

"Unser Anspruch ist: besser werden. Wir haben eine unvergleichliche Perle mit einem großen Potenzial", sagte Waldheim erst kürzlich im Mittweidaer Stadtrat. Die Erlebnistalsperre befinde sich im starken Wettbewerb um die Tagestouristen, und die sächsische Staatsregierung setze den Focus mit ihrem neuen Tourismuskonzept "Sachsen 2020" und mit ihrer Förderpolitik vor allem auf die "Leuchttürme" in den Regionen Leipzig und Dresden.

Doch das Talsperrengebiet habe die Chance, auch Fördermittel abzubekommen, wenn es beispielsweise in den Verein "Sächsisches Burgen- und Heideland" eintritt. Der Zweckverband, in dem die Stadt Mittweida zu 40 Prozent sowie der Landkreis Mittelsachsen und die Gemeinde Kriebstein zu jeweils 30 Prozent beteiligt sind, müsse daher nun die Weichen stellen.

Geschäftsführer Thomas Waldheim, Geschäftsführer des Zweckverbandes Kriebsteintalsperre.

Foto: Falk Bernhardt/Archiv

Zwischen dem Leipziger Neuseenland und dem Erzgebirge sieht Waldheim eine strukturelle Lücke, die es mit der Talsperre im Gebiet zwischen Sonnenland-Park Lichtenau und Waldheim zu schließen gilt. "Wir müssen vor allem jüngere Leute begeistern, sonst fehlt diese Klientel auf unseren Fahrgastschiffen und bei den Gastronomen", sagte Waldheim. CDU-Stadträtin Katrin Schütte forderte ein schnelles Handeln und konkrete Maßnahmepläne, um den Zug nicht zu verpassen. FDP-Fraktionschef Kurt Härtel sah es ähnlich: "Es gibt jede Menge zu tun."

Die Stadt Hainichen ist zwar nicht Mitglied im Zweckverband Kriebsteintalsperre. Dennoch wirbt Thomas Waldheim auch dort für Kooperation. "Die Region zwischen Waldheim, Lichtenau und Hainichen sollte sich geschlossen präsentieren", sagte er auf der jüngsten Sitzung des Stadtrates. Die Eheschließungen, die die Hainichener Standesbeamtinnen auf der Burg Kriebstein durchführen, seien bei Weitem nicht die einzige Verbindung. Rad- und Wanderwege sollten die Region verbinden. Dazu brauche man auch die Unterstützung Hainichens. Die sicherte Bürgermeister Dieter Greysinger (SPD) zu, wenngleich er betonte, es sei mehr die moralische, denn die finanzielle. Um Touristen zum Verweilen zu bewegen, fehle in Hainichen ein Hotel.

 
erschienen am 10.04.2012 ( Von Uwe Lemke und Petra Schumann )
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