Auch der Keller des Städtischen Gymnasiums Mittweida ist zurzeit eine Baustelle. Hier entsteht der Serverraum, wo das gesamte Netzwerk der Bildungsstätte zusammengeführt wird. Obwohl Hunderte Meter Kabel verlegt und geordnet werden müssen, behalten die Elektriker Ingo Weiß (l.) und Michael Siegel von der Zwönitzer Firma Elektrotechnik Kunzmann stets den Durchblick.
Foto: Falk Bernhardt
Gymnasium Mittweida wird nach und nach zum Schmuckstück
Kabelsalat sorgt für großes Staunen
Mittweida. Die Elektriker Michael Siegel und Ingo Weiß behalten den Durchblick, denn für sie hat der Wust von Kabeln im Kellerbereich des Städtischen Gymnasiums System. Stadträte und Lehrer hingegen gerieten ins Staunen, als sie am Dienstagabend diesen Teil der Großbaustelle besichtigten. Der dortige Serverraum wird einmal das elektronische Herzstück des völlig neu gestalteten Gymnasiums sein und damit Internet verfügbar für jedes Zimmer. Für 6 Millionen Euro wird die Bildungsstätte zurzeit modernisiert und erweitert. Die Altbausanierung geht in die Endrunde, das Fundament für den neuen Anbau steht.
"Natürlich gibt es in einer solchen Bauphase Beschwerlichkeiten, aber die Arbeiten liegen im Zeitplan. Und sowohl Schüler als auch Lehrer spüren einen reibungslosen Ablauf", lobt Schulleiter Gerd Becker die Arbeit der Planer und der Firmen. Wegen der Generalsanierung sind die Schüler vorübergehend in den Neubau, in die Volkshochschule und die Bernhard-Schmidt-Schule ausgelagert worden - bei rund 600 Schülern ein logistisch anspruchsvolles Unterfangen. "Im Sommer des nächsten Jahres soll alles fertig sein", weiß Beigeordneter Ralf Schreiber. Doch bis dahin gelte es, den Bauablauf straff zu koordinieren.
Die Brandschutzdecken sind drin. Zurzeit werden die Heizkörper montiert und die Brandschutztüren eingebaut. "Als nächstes erfolgen dann das Verlegen der Fußböden und die malermäßige Gestaltung", sagt Schreiber. Die Schüler und Lehrer konnten ihre Wünsche zu den einzelnen Farben in den Räumen äußern. Ziel sei es, den Altbau im Juni fertig zu stellen.
Was den Anbau betrifft, so habe sich das frostfreie Wetter vor Einbruch der Kälteperiode positiv auf den Fortgang der Arbeiten ausgewirkt. Das Fundament sei gesetzt, die Entwässerung installiert. Im Anbau wird einmal die Mensa für die Pausenversorgung untergebracht sein, ebenso die Bibliothek. Auch einen Aufzug werde es dort geben. "Das gesamte Gymnasium wird behindertengerecht ausgestattet sein. Dazu gehört eine rollstuhlgerechte Zufahrt vom Hof aus. Auch alle Türen sind verbreitert worden, sodass Rollstuhlfahrer bequem durchkommen", sagt der Beigeordnete. Auch zwei zusätzliche Klassenräume sind entstanden, die Ganztagsangebote könnten neu geordnet werden.
Die am Montag beginnenden Winterferien sollen für die Innenarbeiten genutzt werden. In den diesjährigen Sommerferien soll dann der Umzug der Klassen vom Neubau in den modernisierten Altbau erfolgen. "Wir sind zurzeit dabei, bereits das neue Schuljahr vorzubereiten", sagt Schulleiter Gerd Becker. Einer der nächsten Höhepunkte werde ein Tag der offenen Tür sein, bei dem die Schulleitung die neugestaltete Bildungsstätte einer breiten Öffentlichkeit präsentieren möchte. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung seien Rundgänge durch das Gymnasium geplant. Da manche Bereiche noch Baustellen sind, müsse noch an einem Sicherheitskonzept gearbeitet werden, damit die Besucher sicher durch die Schule geführt werden können.
Ein Tag der offenen Tür findet am 10. März von 9 bis 12 Uhr am Städtischen Gymnasium Mittweida statt. Besucher können sich über den Stand des Umbaus informieren.


