Zur Einweihung des neuen Bolzplatzes am Schützenplatz in Mittweida stellte sich CDU-Stadtrat und Germania-Kapitän Sebastian Voigt ins Tor.
Foto: Falk Bernhardt
Jugendliche können vier Bolzplätze nutzen
Neue Freizeitanlage in Mittweida übergeben - Weiterer Spielplatz soll bis Juli fertig gestellt sein
Mittweida. Mittweida. Kicken und Ballspielen am Mittweidaer Schützenplatz: Einen neuen Bolzplatz hat Oberbürgermeister Matthias Damm (CDU) am Dienstag an die Kinder und Jugendlichen übergeben. Es ist die vierte derartige Freizeiteinrichtung in der Stadt. Bisher gibt es bereits ähnliche Anlagen an der Feldstraße, Lutherstraße und im Ortsteil Tanneberg.
Die Kosten für den neuen Bolzplatz belaufen sich auf 10.000 Euro, wovon zwei Drittel als Fördermittel flossen. Neben kleinen Fußballtoren sind auch Basketball-Körbe installiert worden. "Beides sind Sportarten, die Kinder und Jugendliche in ihrer Freizeit gern ausüben. Auch danach haben wir uns bei der Anlage des Platzes gerichtet", sagte Beigeordneter Ralf Schreiber. Der neue Bolzplatz war innerhalb eines Monats errichtet worden. Schreiber: "Die längste Zeit haben die Planungen in Anspruch genommen. Da sind zwei Jahre ins Land gegangen."
In einem Projekt hatten Jugendliche der Hochschulstadt erkundet, wo es in ihrer Heimatstadt noch an sportlichen Freizeitstädten mangelt. "Wir haben den Ort hier an der Kegelsportanlage gewissenhaft ausgewählt. Da dieses Gebiet nicht dicht bewohnt ist, wird es keine Beschwerden wegen eventueller Lärmbelästigung geben", sagte der Oberbürgermeister. Er brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die Anlage möglichst lange hält. Geöffnet ist der Bolzplatz in den tageslichtsichtstarken Monaten täglich bis 21 Uhr.
Matthias Damm kündigte gestern die Einweihung einer weiteren Freizeit-Spielanlage für Kinder am Rahmberg an. Bereits Anfang Juli soll sie ihrer Bestimmung übergeben werden. Zur Ausstattung gehören Rutsche, Schaukel und Kletterwand sowie Bänke. "Die Kosten beziffern sich auf 25.000 Euro, wobei ebenfalls zwei Drittel gefördert werden. Wir schaffen damit eine Möglichkeit, dass auch die Jüngsten und ihre Eltern einen Ort für aktive Freizeitgestaltung besetzen können", erklärte Damm.
Wie hoch solche Art der Freizeitanlagen in der Gunst der Mädchen und Jungen stehen, bewiesen gestern die elfjährige Manja Schmidt und ihr neunjähriger Bruder Manuel. Vom anderen Ende der Stadt waren sie zum Schützenplatz geradelt, um dort den Ball nachzujagen. "Das macht unheimlich viel Spaß, und ich hoffe, dass täglich viele Mitspieler kommen. Wir sind ohnehin täglich mit dem Fahrrad unterwegs, da kommen wir gern hierher", sagte Manja und führte bei Dauerregen den Ball geschickt am Fuß. "Schon mancher große Fußballer ist auf einem Bolzplatz entdeckt worden", versicherte Germania-Kapitän Sebastian Voigt. Am Dienstag hielt er schon mal Ausschau.

