Die Shell-Tankstelle in Frankenberg am Ortsausgang in Richtung Altenhain wurde überfallen.
Foto: Falk Bernhardt
Masken-Mann überfällt Tankstelle
Erschrockene Kassiererin bringt Täter um größere Beute
Frankenberg. Eine böse Überraschung zu später Stunde erlebten zwei Mitarbeiter der Shell-Tankstelle an der Bundesstraße 180 in Frankenberg. Sie waren gerade dabei die Tageseinnahmen zu zählen und die Tankstelle für den Nachtbetrieb vorzubereiten, als am Montagabend kurz vor 22 Uhr ein Masken-Mann den Tankstellenshop an der Altenhainer Straße betrat.
Der Räuber zückte eine Pistole, bedrohte die Kassiererin (45) sowie einen ebenfalls hinter dem Tresen stehenden Mitarbeiter (62) und forderte die Herausgabe von Bargeld. Dabei sprach er mit sächsischem Akzent. Vor lauter Schreck ließ die Mitarbeiterin den Kasseneinschub fallen, wodurch der sich öffnete und ein Großteil des Bargeldes herausfiel. Den Rest schüttete sie in die vom Täter hingehaltene Tüte. Der Masken-Mann griff sich noch ein paar Scheine, die auf dem Tresen gelandet waren, und ergriff die Flucht.
Zum Glück wurde niemand bei der Tat verletzt. Das Ergebnis des Überfalls dürfte ihm indes wenig Freude bereiten, denn nach Polizeiangaben betrug die Beute gerade mal rund 40 Euro. Obwohl die Polizei nur sieben Minuten nach Eingang des Notrufes um 21.58 Uhr am Tatort eintraf, entkam der Räuber unerkannt. Auch Fährtenhund "Kent" brachte die Ermittler nicht weiter. Derzeit werden die Bilder der Überwachungskamera ausgewertet. Der Masken-Mann ist ca. 1,80 Meter groß, wird als kräftig bis dick beschrieben. Er trug eine Bomberjacke im Tarnlook, eine dunkle Hose und ein schwarzes Basecap mit gelber Aufschrift.
Ob der Täter für weitere Überfälle verantwortlich ist, könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden, so Polizeisprecherin Jana Kindt. Nach wie vor ungeklärt ist der Überfall auf die Total-Tankstelle an der Kleinschirmaer Straße in Freiberg. Die Tat ereignete sich fast genau vor einem Jahr. Auffällig ist die Beschreibung des Täters, der seinerzeit mehrere hundert Euro erbeutete: Auch er soll 1,75 bis 1,80 Meter groß sein und wurde seinerzeit als kräftig beschrieben. Selbst die Veröffentlichung eines Fotos aus der Überwachungskamera brachte die Ermittler damals nicht weiter.

