Das zweite Obergeschoss des Zentrums für Medien und Soziale Arbeit nimmt derzeit Formen an. Ende Oktober soll dort Richtfest gefeiert werden. 
Das zweite Obergeschoss des Zentrums für Medien und Soziale Arbeit nimmt derzeit Formen an. Ende Oktober soll dort Richtfest gefeiert werden.

Foto: Falk Bernhardt

Mittweida: Medienzentrum erst Ende 2013 fertig

Nun ist es offiziell: Das für Anfang Mai geplante Richtfest soll erst Ende Oktober stattfinden

Mittweida. Dem Studium und dem Neubau haftet ein gemeinsames Klischee an: Nicht selten dauert beides länger, als man anfangs denkt. Vor dem Hintergrund dürften Mitarbeiter wie Studenten der Hochschule Mittweida die jüngste Nachricht zum Bau des neuen Zentrums für Medien und Soziale Arbeit mit Verständnis quittieren.

"Die Übergabe des Objektes an die Hochschule ist für Ende 2013 vorgesehen", erklärte jetzt Andrea Krieger, Pressesprecherin des für den Bau verantwortlichen Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB). Damit sind frühere Pläne längst überholt, nach denen bereits im Frühjahrssemester 2013 die Fakultät Medien die neueste Technik in dem Gebäude in Betrieb nehmen sollte. Noch Anfang dieses Jahres ging die Hochschulleitung davon aus, dass der Umzug des Fachbereichs Soziale Arbeit von der Außenstelle Roßwein nach Mittweida biszum Wintersemester 2013 abgeschlossen sein würde.

Entstanden ist der Bauverzug bereits im Sommer 2011 bei der Gründung für das Gebäude. Die Leistung musste neu ausgeschrieben werden, zudem wurde eine schwierige Pfahlgründung nötig. "Dieser Verzug konnte in der Rohbauphase nicht kompensiert werden", bestätigte nun SIB-Sprecherin Krieger. Aus heutiger Sicht soll der Rohbau auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei vor Winterbeginn fertig gestellt sein und das Objekt winterfest für den Ausbau gemacht werden.Derzeit laufen die Betonage- und Montagearbeiten im Bereich des zweiten Obergeschosses und erste Ausbauarbeiten, im August und September soll das letzte Obergeschoss in Angriff genommen werden.


Professor Michael Hösel mit den Plänen für den Neubau. 
Professor Michael Hösel mit den Plänen für den Neubau.

Foto: Jan Leißner

Im Geist ist Professor Michael Hösel da schon deutlich weiter: "Wir sind in Gedanken schon fertig mit dem Bau", sagte der frisch gewählte Dekan der Fakultät Medien an der Hochschule Mittweida. So kennt er seinen künftigen Platz in Zimmer 312 im dritten Obergeschoss. Deutlich beeindruckender wird sich das modern ausgestattete Fernsehstudio mit 196 Sitzplätzen im Kern des Hauses präsentieren. Es erstreckt sich auf einer Grundfläche von etwa 400 Quadratmetern vom Erdgeschoss bis ins zweite Obergeschoss. Hier sollen künftig TV-Sendungen produziert, aber auch Aufführungen des Hochschultheaters gezeigt werden. Der größte von drei Hörsälen im Haus bietet 200 Plätze, die beiden anderen 90 und 60. Hinzu kommt eine Vielzahl an Seminarräumen. Das erste Obergeschoss wird vorwiegend den rund 400 Studenten des Fachbereichs Soziale Arbeit zur Verfügung stehen, unter anderem sollen hier eine Lehrküche und eine Kinderstation eingerichtet werden. Das zweite Geschoss ist den Professoren der beiden Fakultäten vorbehalten. Im dritten Obergeschoss wird unter anderem das Hochschul-Radio angesiedelt mit zwei Studios. In direkter Nachbarschaft, dort, wo ehemals das Mittweidaer Brauereigebäude stand, entsteht ein Parkdeck mit zwei Etagen, dessen Dach begrünt werden soll. "Darauf könnten künftig auch Veranstaltungen wie der Bandcontest stattfinden", sagt Hösel. Ein unter Denkmalschutz stehender Altbau (ehemalige Stallungen) wird den Fachbereich Printmedien mit der Druckmaschine beherbergen.

Wenn das 30-Millionen-Pr0jekt abgeschlossen und die Fakultäten mit rund 800 Studenten umgezogen sind, soll das seit 1998 als Medienzentrum genutzte Haus 4 der Hochschule (ehemalige Präzisionswerkstatt) zum größten Teil abgerissen werden. "Der Frontbereich zum Schwanenteich bleibt stehen und der Bereich des Fernsehstudios", kündigte der Dekan an. Dieses Gebäude sollte nach früheren Plänen nur zehn Jahre genutzt werden, die Ablösung mit dem Neubau kommt nun später als erwartet. Wie nach dem Umzug die Hochschulgebäude in Roßwein genutzt werden könnten, sei indes offen.

 
erschienen am 16.07.2012 ( Von Jan Leissner )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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