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Das Gebäude der ehemaligen Schürzenfabrik in Mittweida ist marode und teilweise vom Einsturz bedroht.

Foto: Architekturbüro Beier und Steiner Bild 1 / 4

Modernes Wohnen in alter Schürzenfabrik

Der Komplex am Rande der Mittweidaer Innenstadt wird ab Sommer saniert. Die Bauherren wollen historische Details bewahren.

Von Franziska Pester
erschienen am 19.05.2017

Mittweida. Die Fensterscheiben zerbrochen und mit Brettern vernagelt, der Putz bröckelt von der Fassade. Seit mehr als 25 Jahren steht die ehemalige Wäsche- und Schürzenfabrik in Mittweida leer. Das soll sich ändern. Die alte Fabrik wird ab Sommer saniert und umgebaut. Schon Ende kommenden Jahres sollen die ersten Mieter in moderne Wohnungen einziehen können. Den historischen Charme soll das Ensemble aber nicht verlieren.

Die Volksbank Mittweida hat den unter Denkmalschutz stehenden Gebäudekomplex gekauft und steckt rund 3,2 Millionen Euro in die Sanierung. "Wir werden versuchen, viele historische Elemente zu erhalten", sagte Rico Schlegel, Vertriebsmanager bei der Bank. Die Fassade werde restauriert, die großen Tore erhalten. "Die Dachgauben werden wir verändern, und die Fenster möchten wir vergrößern", so Schlegel. Historische Bleiglasfenster sollen geborgen und später im neuen Treppenhaus dekorativ eingesetzt werden. Vorgesehen ist auch, an der Rückseite des Hauses Balkone anzubauen und einen Fahrstuhl zu integrieren, damit die Zwei- bis Fünfraumwohnungen barrierefrei zugänglich sind. Wie das Landratsamt, bei dem der Denkmalschutz angesiedelt ist, mitteilte, prüft die Bauaufsicht derzeit, ob der Bauantrag genehmigt werden kann. Dabei fließen die denkmalschutzrechtlichen Faktoren mit ein, heißt es.

Die Volksbank hat sich laut Vorstand Leonhard Zintl zum einen für das Bauprojekt entschieden, um in Zeiten von Niedrigzinspolitik eine Anlagemöglichkeit für Geld zu haben. Zum anderen wolle man zur Stadtentwicklung beitragen.

Für das Bauvorhaben hofft die Bank auf Fördergeld aus einem Programm für städtebaulichen Denkmalschutz. "Ohne Förderung würde niemand das Objekt in die Hand nehmen, da es sich nicht rechnet", so Zintl. "Das Objekt wird keine große Rendite abwerfen, aber es ist für uns ein überschaubares Risiko", ergänzt Michael Schlagenhaufer, ebenfalls Vorstand der Bank.

Die Volksbank ist einer der größten Gewerbesteuerzahler in Mittweida. Der Bank zufolge flossen im Vorjahr 3,4 Millionen Euro an die Stadt. Die Bank blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück: Die Bilanzsumme betrug knapp 1,4 Milliarden Euro. Die Kundeneinlagen summierten sich auf 845 Millionen Euro. Mit einem Ergebnis von rund 30,7 Millionen Euro habe die Bank vergangenes Jahr ihren bisher besten Abschluss erzielt, teilte die Bank Anfang März mit. (mit jl/grit)

 
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