Auf der Straße von Rossau nach Mittweida waren am ontag, wie in der gesamten Region, Umsicht und Geduld gefragt.
Foto: Falk Bernhardt
Schneechaos auf den Straßen
Winter hat Region im Griff - Geduld der Kraftfahrer gefordert
Hainichen. Hainichen. Ergiebige Schneefälle und spiegelglatte Fahrbahnen haben am Montag zu teils chaotischen Verkehrsverhältnissen auf der Autobahn A 4 und auf den Straßen der Region rund um Hainichen gesorgt. Bereits in den Morgenstunden mussten sich die Kraftfahrer auf der B 169 in Geduld üben. Zwischen Greifendorf und Arnsdorf drehte sich kein Rad mehr. An der Kreuzung B 169/S 201 in Hainichen schlichen die Fahrzeuge im Schritttempo. Vor allem liegen gebliebene Lkw verursachten Staus. So hatte sich unter anderem zwischen Ortsausgang Sachsenburg und der Gaststätte "Fischerschänke" Richtung Frankenberg ein Brummi quer gestellt.
Winterdienst im Dauereinsatz
Dabei waren die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Hainichen mit sieben Fahrzeugen seit 3 Uhr morgens im Einsatz. Bis Mittag hatten sie bereits 50 Tonnen Salz gestreut. "Je nach Wetterlage entscheiden die Meistereien, ob der Winterdienst über die Zeit nach 22 Uhr weitergefahren wird", sagte am Nachmittag Dirk Hänel vom Straßenbetriebsdienst im Landratsamt Mittelsachsen. Die meisten Fahrer haben sich offenbar auf die winterlichen Bedingungen eingestellt. Im Bereich Mittweida/Flöha ereigneten sich bis 14.30Uhr 15 Unfälle, teilte die Polizei mit. 6 Uhr war der Fahrer eines Fords auf der S 201 kurz nach dem Ortsausgang Bockendorf in den Graben gerutscht. Er blieb unverletzt. In den Kurven nach dem Ortseingang Mittweida aus Richtung Hainichen hat es am Morgen einen Zusammenstoß zwischen einem Lkw und einem Kleintransporter gegeben.
Verspätungen im Schüler- und Berufsverkehr konnte Regiobus Mittelsachsen nicht vermeiden. Allein am Ortsausgang Marbach in Richtung Nossen sind am Morgen drei Busse nicht weitergekommen. "Wenn auch nur ein Fahrzeug am Berg hängen bleibt, dann ist auch für unsere Busse Schluss", sagte Henning Schmidt, Fachbereichsleiter Verkehr bei Regiobus Mittelsachsen. Seiner Meinung nach sind neben liegen gebliebenen Lkw auch die überängstlichen und damit sehr langsam fahrenden Fahrer die Auslöser für Verspätungen. Zu besonderer Vorsicht mahnt hingegen die Polizei.
"Die Geschwindigkeit sollte angepasst und der Abstand zum Vorausfahrenden entsprechend größer sein", sagte Frank Fischer, Pressesprecher der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge. Zudem bittet die Polizei ausdrücklich darum, den Winterdienstfahrzeugen die Durchfahrt zu gewähren.
DRK versorgt Kraftfahrer
Enorm zugesetzt hat das Schneetreiben allerdings den Kraftfahrern auf der A 4. Am Mittag staute sich der Verkehr zwischen Berbersdorf und Dresden sowie nach einem Unfall zwischen Berbersdorf und Hainichen. "Ich schätze, inzwischen sind es an die 40 Kilometer und mehr", sagte Rene Illig. Der Chef der Schnelleinsatzgruppe des DRK-Kreisverbandes Döbeln-Hainichen war seit 13 Uhr im Erste-Hilfe-Einsatz zwischen Berbersdorf und Siebenlehn. 14.30 Uhr rückten weitere Ehrenamtliche seiner Truppe aus, um die Kraftfahrter mit heißen Getränken zu versorgen.
Schnee und Glätte bescherten den Mitarbeitern der Notfallaufnahme im Krankenhaus Mittweida zunächst kaum Mehrarbeit. Bis zum frühen Nachmittag mussten zwei Gestürzte versorgt werden. Dagegen wurden in der Notaufnahme am Krankenhaus-Standort Rochlitz fast nur durch Glätte verursachte Stürze behandelt, bis 14 Uhr bereits zwölf Fälle.


