Etwa 50 Besucher verfolgten am Donnerstagabend im Mittweidaer Rathaussaal die Vorstellung der Pläne zur künftigen Gestaltung des Tzschirnerplatzes. Die Hauptforderung der Anwohner lautet: Lösung des Parkplatzproblems in der Hochschulstadt.
Foto: Falk Bernhardt
Stadt Mittweida will Parkhaus-Bau prüfen
Kompromiss zwischen Park und Parken gesucht
Mittweida. Der Bau eines Parkhauses an der Zimmerstraße in Nähe des Rad-Marktes könnte eines der Hauptprobleme, das die Stadt Mittweida derzeit hat, lösen. Oberbürgermeister Matthias Damm (CDU) will diesen Vorschlag einer Anwohnerin nun zur Diskussion stellen. Das sagte er nach dem Bürgerforum am Donnerstagabend im Ratssaal, bei dem etwa 50 Besucher interessiert die Pläne zur Neugestaltung des Tzschirnerplatzes zur Kenntnis nahmen. Im Gegensatz zu jetzt soll der Platz einmal grün werden, aber auch das Parken ermöglichen. Das Berliner Landschaftsarchitekturbüro Geskes & Hack soll nun seinen, von einer Jury ermittelten Siegerentwurf nochmals überarbeiten. Das ist der Auftrag seitens Anwohner und des Stadtrates.
Ziel: ein guter Kompromiss
Der OB bat darum, den Umbau des Platzes nicht nur auf das Parkplatzproblem zu reduzieren, zeigte aber Verständnis für die Befindlichkeiten der Anwohner und Gewerbetreibenden. "Unser Ziel muss ein guter Kompromiss sein", warb er.
Nach der Umgestaltung werde der Tzschirnerplatz gemäß dem aktuellen Entwurf nur noch 46 Stellflächen haben. Auch wenn noch über eine rechtwinklige oder schräge Anordnung diskutiert werden soll - die Zahl reiche nicht aus. Da waren sich alle im Saal einig. Die Stadt, so Damm, wolle deshalb neben dem Bau eines Parkhauses auch Parkmöglichkeiten am alten Gaswerk prüfen. "Das wäre eine lukrative Abstellmöglichkeit", sagte der OB. Die Stadt werde das mit dem Grundstückseigentümer klären.
Auch im hinteren Bereich der Rochlitzer Straße sollen Parkmöglichkeiten geprüft werden. Laut Damm muss künftig ein Mix verschiedener Parkformen angeboten werden, um vielen Interessengruppen Rechnung zu tragen. Weitgehend unstrittig ist die angestrebte parkähnliche Gestaltung des Platzes selbst, wie sich zum Bürgerforum herausstellte.


