Selbst auf den angelegten Wegen wuchert das Unkraut. Nicht gerade einladend präsentiert sich das Gewerbegebiet Ost auf Dittersbacher Flur. Eine dritte Firma will sich hier ansiedeln.
Foto: Falk Bernhardt
Weitere Arbeitsplätze statt mehr Unkraut
Neues Unternehmen will sich im Industriegebiet Ost ansiedeln
Frankenberg. Zwei ordentlich gestaltete Betriebsgelände - doch auf dem Rest des rund 25 Hektar großen Industriegebietes auf Dittersbacher Flur wuchert das Unkraut. Auch "Freie Presse"-Leser Erhardt Richter aus Frankenberg stört das. "Denn das ist keine gute Werbung für den Standort", meint er. Doch es gibt zwei gute Nachrichten aus der Stadtverwaltung. "Der Bauhof wird in nächster Zeit das Unkraut beseitigen", verspricht Bürgermeister Thomas Firmenich. Und eine weitere Firma wird dort bauen.
Sollte der Stadtrat nächste Woche zustimmen, dann kann die Stadt an die Frankenberger Firma System- und Elementebau Köhler GmbH eine 7800 Quadratmeter große Teilfläche für 54.600 Euro verkaufen. Nach der Nussbaum GmbH und der Frankenberger Maschinen- und Anlagenbau GmbH, die dort bereits produzieren, steht dann der Ansiedlung einer dritten Firma in diesem Gebiet nichts mehr im Wege.
Geschäftsführer Robby Köhler hofft nun, dass der Beschluss zum Grundstücksverkauf nächste Woche ohne Probleme gefasst wird. Denn wegen einer Grundstücksreservierung für eine andere Firma, die aber nun doch nicht bauen wird, habe die Köhler GmbH ihr gesamtes Projekt und auch die Finanzierung noch einmal umstellen müssen.
Ursprünglich wollte sich die Köhler GmbH unterhalb von Nussbaum ansiedeln, nun werde man oberhalb bauen. "Sollte die Bank alles zügig bearbeiten, dann wollen wir noch in diesem Jahr mit dem Bau unserer neuen Halle anfangen", sagt Robby Köhler. Er ist mittlerweile auch schon etwas ungeduldig, denn das Unternehmen mit derzeit 15 Arbeitsplätzen sei in den vergangenen Jahren stetig gewachsen und wolle mit der Verlagerung ins Industriegebiet Ost und der Inbetriebnahme der neuen Produktionshalle dann auf 20 Arbeitsplätze aufstocken und eine dritte Schicht einführen. "Aus der jetzigen Halle am Gewerbering, in der wir zur Miete sind, gehen wir dann raus", kündigt er an. Das Unternehmen ist auf dem Segment Messebau und Präsentationsmontagen tätig und stellt System- und Mustermodule, Bauteile aus Holz bzw. Verbundplatten bis hin zu fertigen Möbeln nach Maß her.
In der Verwaltung ist die Freude groß über jede weitere Ansiedlung. Denn Anfragen gebe es zur Genüge, aber nur ein Bruchteil der Interessenten baue dann tatsächlich. Erst kürzlich hatte der Stadtrat beschlossen, die Fläche um weitere sechs Hektar auf 25,5 Hektar zu erweitern. Damit kann das Industriegebiet nun auf der anderen Seite des Sachsenburger Weges in Richtung Dittersbach ausgedehnt werden.

