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Die Neuntklässler des Augustusburger Gymnasiums haben gestern im Wasserkraftwerk von EnviaM in Mittweida-Neudörfchen kleine Elektroautos gebaut und auch getestet.

Foto: Falk Bernhardt Bild 1 / 2

Wie der Strom die Zeitung bereichert

Im Wasserkraftwerk in Mittweida haben gestern die Gymnasiasten gelernt, warum es zwischen uns knistern kann. EnviaM beteiligt sich mit diesem Aktionstag am Projekt "Zeitung im Unterricht".

Von Falk Bernhardt
erschienen am 21.03.2017

Mittweida. Vier Stunden Physik, und das auch noch am Stück. Es gibt für Schüler bestimmt angenehmere Stundenpläne - jedenfalls in der Theorie. Die Praxis sah gestern für die Neuntklässler des Augustusburger Regenbogengymnasiums jedoch wesentlich spannender aus, denn innerhalb des Projekts "Zeitung im Unterricht" (ZimU) ging es für die 21 Schüler nach Mittweida ins Wasserkraftwerk Neudörfchen.

Projektpartner EnviaM bot dort im Bildungs- und Kommunikationszentrum (BKZ) einen Projekttag der besonderen Art an. Schon seit vielen Jahren ist die Envia-AG mit ihren Bildungsangeboten im altehrwürdigen Wasserkraftwerk bei Schulen in der Region bekannt. Für die höheren Klassen hieß es dort bislang "Wie kommt der Strom in die Steckdose". Dieses Angebot wurde überarbeitet und nun unter dem Titel "Warum es manchmal zwischen uns knistert" vorgestellt. Die Augustusburger Schüler fungierten also auch als eine Art Testpersonen und wurden zugleich noch zu Schauspielern.

Ein Team aus fünf Studenten der Hochschule Mittweida filmte gestern die Aktivitäten. "Da waren unsere Schüler aufgeregt", erklärte der aus Chemnitz stammende Physiklehrer Axel Inkermann. Mussten sie aber nicht. "Wir zeigen, was bei den verschiedenen Stationen passiert", erläuterte der federführende Student Jonas Weber . "Daraus entsteht dann ein neuer Bildungsfilm für EnviaM." Und die Hauptdarsteller werden nun die Gymnasiasten sein.

Aufgeteilt in drei Gruppen machten sich die Schüler mit dem Thema Strom vertraut. Andreas Lohs vom BKZ führte die Gymnasiasten durch die Anlage, in der die 1925 gebaute Dampfmaschine der Hingucker ist. Heute wird an der Zschopau weiterhin Strom erzeugt, und dies mit modernen Turbinen. Auch das Hochspannungslabor der Hochschule Mittweida ist in dem Komplex ansässig. Lohs kann dort Strom sogar sichtbar machen, wenn bei 100.000 Volt im Dunkeln Blitze zucken.

Strom in die Hand nahmen die Schüler, als sie mit Sarah Röttinger experimentierten. Die Diplom-Physikerin arbeitet für die Firma Lexsolar, die als Partnerunternehmen für Envia einen neuen Koffer mit Experimenten entwickelt hat. Darin befinden sich zum Beispiel Solarzellen, Bauteile für Windräder und Brennstoffzellen. Der Bau eines kleinen Elektroautos begeisterte auch die Schülerinnen aus Augustusburg. "Die Mädchen sind schüchterner, aber dafür viel konzentrierter", sagte die Physikerin. "Sie haben vielleicht mehr Scheu, aber nicht weniger Verständnis."

Die etwas graue Theorie in bunten Tafeln verpackt stellte Reimo Kunert vor: "Wir vermitteln den Aufbau der Energiewirtschaft, besprechen gesellschaftliche Ziele wie erneuerbare Energien und den Ausstieg aus der Atomenergie und suchen auch nach einfachen Möglichkeiten zum Stromsparen."

Ein "Klassiker" des Aktionstages fiel gestern jedoch ins Wasser: Die Würstchen für das Mittagessen wurden auf herkömmliche Weise warmgemacht. "Sonst nutzen wir dafür einen großen Parabolspiegel, der das Licht der Sonne bündelt und so das Wasser zum Kochen bringt", erzählte Lohs. Aber auch ohne Sonne hatten die Schüler ihren Spaß, nicht zuletzt auf E-Bikes, mit denen sie einigen Runden drehen konnten.

"Physikunterricht ist trotz aller Experimente in der Schule sonst schon eher theoretisch", meinte Thea. "Hier hat man aber gleich selbst einen Eindruck von sehr speziellen Sachen. Auf jeden Fall ist das abwechslungsreicher." Auch ihre Mitschülerin Sarah zeigte sich angetan: "Wenn man so ein Objekt wie ein Wasserkraftwerk in wahrer Größe vor sich hat, kann man sich alles viel besser vorstellen und erklären."

Auch der Physiklehrer freute sich über die Bereicherung seines Unterrichts durch das Zimu-Projekt und EnviaM: "Es ist schon beeindruckend, was hier geboten wird, wie auch die Geschichte der Energieversorgung erklärt wird. Ich war privat schon mal hier. Als Schule haben wir erstmals das Angebot genutzt, sicher nicht zum letzten Mal."

 
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