Auch das gehört zum Alltag bei Margitta Kühne (links) vom Gewerbeverein Geithain: Sie übergibt Augenoptikermeisterin Sylvia Linke Plakate, mit denen im Geschäft für den Weihnachtsmarkt geworben wird.
Foto: Jan Leißner
Beim Erlebnis Innenstadt einen Schritt voraus
Geithainer Gewerbeverein spürt wachsende Begeisterung für Veranstaltungen
Geithain/Rochlitz. Während in Rochlitz derzeit über künftige Aktionen, die die Innenstadt beleben sollen, noch diskutiert wird, haben die Nachbarn in Geithain damit bereits gute Erfahrungen gemacht.
So drängten sich in diesem Jahr geradezu die Veranstaltungstermine: Sommerfest, Schützenfest, Marktfest über 14 Tage, Erlebnis-Shoppingnacht im September und die Premiere des "Geithainer Allerleis" im Oktober. Jetzt steht der Weihnachtsmarkt mit drei Thementagen am Ende des Monats an.
Weihnachtsmarkt länger offen
Bei Letzterem haben die Organisatoren bereits realisiert, was in Rochlitz noch Diskussionsthema unter Einzelhändlern ist: Der Weihnachtsmarkt bleibt am 27. und 28. November erstmals länger geöffnet und zwar bis 22 Uhr. Zum Vergleich: In Rochlitz sind die Buden auf dem Markt in diesem Jahr bis 19 Uhr geöffnet. Am Eröffnungstag in Geithain, der unter dem Motto "Nacht der Geschenke" steht, sollen alle Geschäfte im Stadtzentrum bis 22 Uhr zum Bummeln einladen.
"Reden und dann auch machen"
"Wir spüren von Jahr zu Jahr eine wachsende Begeisterung bei den Geschäftsinhabern für diese Veranstaltungen, obwohl dabei meist die Präsentation und nicht der Umsatz an dem Tag im Vordergrund steht", erklärt Margitta Kühne vom Geithainer Gewerbeverein. Sie hält den Kontakt zu den Gewerbetreibenden und der Stadtverwaltung, bereitet Aktionen wie die Shopping-Nacht vor.
"Ich gehe Klinken putzen nach dem Motto: reden und dann auch machen", sagt die Verlagsangestellte. Ein Großteil der Geschäftsinhaber sei dafür offen, ob nun Vereinsmitglied oder nicht. So hätten sich gerade bei der jüngsten Shoppingnacht viele Läden mit eigenen Aktionen wie Modenschau oder Lichterparty beteiligt.
Anlaufstelle im Verein
Im Alltag ist Margitta Kühne quasi nebenbei der zentrale Anlaufpunkt für die Gewerbetreibenden, verteilt derzeit zum Beispiel Plakate für den Weihnachtsmarkt und organisiert Preise für die Verlosung an den drei Tagen sowie Kundenumfragen. Daraus ging unter anderem hervor, dass etwa 40 Prozent von 300 Befragten nicht aus Geithain stammen, aber trotzdem mehrmals in der Woche in die Stadt kommen.
Zum Einzugsbereich gehört auch Rochlitz. Einen solchen "Kümmerer" vermissen einige Rochlitzer Einzelhändler bislang. Das wurde beim jüngsten Ideenforum Innenstadt deutlich. Dafür soll die Stelle eines Standortmanagers in Rochlitz geschaffen werden, bei dem die Fäden zusammen laufen, der aber nicht aus den Reihen der Stadtverwaltung kommen soll.

