Ines Keller (l.) kennt sich bestens aus mit Wildkräutern. Die Wiederauerin, die als Projektchefin die Bilz-Gesundheitsregion touristisch voranbringen soll, ist selbst als Gästeführerin unterwegs. Am Samstag leitete sie eine Gruppe durch den Wechselburger Klosterpark.
Foto: Jochen Walther
Bilz-Gesundheitsregion: Chefin geht voran
Ines Keller leistet als Gästeführerin seit langem ihren Beitrag für die Bilz-Gesundheits- und Aktivregion
Wechselburg/Wiederau. Holunderblütenlikör, Wildkräuterquark, Rosenblütengelee - Ines Keller kann nicht nur stundenlang über Wildkräuter plaudern, die Wiederauerin stellt daraus auch schmackhafte Speisen her. Erst Samstagnachmittag führte die 41-Jährige wieder ein Gruppe durch den Wechselburger Klosterpark, erklärte den Interessenten in charmanter Art und Weise die dort vorherrschenden Wildkräuter. Damit geht die Chefvermarkterin der Bilz-Gesundheits- und Aktivregion - dazu gehören Penig, Lunzenau und Burgstädt - mit gutem Beispiel voran. Denn Ines Keller ist seit März als Projektmanagerin dieser Region im Auftrag des Heimat- und Verkehrsvereins "Rochlitzer Muldental" unterwegs.
Derzeit ist die gelernte Vermessungstechnikerin mit der Bilz-Route beschäftigt. Dabei handelt es sich um einen Radwanderweg, der die drei Städte auf vorhandenen Pfaden verbinden soll und gleichzeitig zu Sehenswürdigkeiten führt. "Neben der Bewegung soll dabei aber auch die gesunde Ernährung, wie sie der Naturheilkundler Bilz gepredigt hat, im Vordergrund stehen", erläutert Keller. So sei es selbstverständlich, dass die Route auch am Kräuterzentrum in Lunzenau vorbeiführt. Außerdem soll der Bilz-Radwanderweg mit dem Mulde- und Chemnitztalradweg verknüpft werden. Gegenwärtig sei die Beschilderung dafür in Arbeit. Ein genauer Termin für die Einweihung stehe noch nicht fest.
Vielmehr kommt es Keller zufolge nun darauf an, die Vermarktung des Bilz-Radweges gut vorzubereiten. So sei unter anderem eine Broschüre in Arbeit. Doch Keller warnt vor allzu viel Euphorie: "Man darf das Thema nicht überstrapazieren. Dann wird es langweilig für die Leute." Vielmehr sei der Radweg ein Angebot für Tagestouristen und Urlauber, die ein Wochenende im Muldental verbringen wollen und auf Bewegung und Gesundheit setzen. "Ich glaube aber, das haben alle Mitstreiter längst verstanden."

