Ronny Tümmler (links) und Daniel Lämmler von der Firma Selbmann Elektroanlagenbau aus Penig begutachten eine Niederspannungs-Abzweigmuffe, die sie für Arbeiten des Energieversorgers Envia M benötigen. 
Ronny Tümmler (links) und Daniel Lämmler von der Firma Selbmann Elektroanlagenbau aus Penig begutachten eine Niederspannungs-Abzweigmuffe, die sie für Arbeiten des Energieversorgers Envia M benötigen.

Foto: Mario Hösel

Erdkabel verdrängen Strommasten

Mehr als zwei Millionen Euro will Envia M in der Region 2012 investieren

Rochlitz. 22 Projekte stehen auf der Liste des Energieversorgers Envia M, die dieses Jahr in der Region in Sachen Netzausbau beziehungsweise Instandhaltung verwirklicht werden sollen. Kostenpunkt: rund 2,4 Millionen Euro. Angefangen bei kleineren Maßnahmen wie der in der Reitzenhainer Straße in Penig, wo die Freileitung aktuell abgebaut und durch ein Erdkabel ersetzt wird. Neue energiesparende Straßenlaternen werden dort ebenfalls aufgebaut, wenngleich im Auftrag der Stadt. Freilich, am Dienstag waren vor Ort keine Mitarbeiter der beauftragten Firma Selbmann Elektroanlagenbau GmbH mit Sitz in Penig zu sehen. Laufen die Arbeiten doch nur dann, wenn es die Witterung zulässt.

"Wir können derzeit nicht großflächig Straßen aufreißen, um dort Kabel zu verlegen", betont Michael Barnitzki, Leiter des Projektmanagements bei der Envia M. Denn es müsse Tag für Tag mit einem Wintereinbruch gerechnet werden. Und so rücken die Mitarbeiter von Firmenchef Bernd Selbmann immer nur dann an, wenn es das Wetter zulässt. "Wir machen das Elektrische momentan auf Abruf", sagt er. Die 25.000 Euro, die dafür geplant sind, erscheinen im Gegensatz zu den 600.000 Euro, die im Lunzenauer Ortsteil Elsdorf verbaut werden sollen, als verschwindend gering. Das Stromnetz muss ausgebaut werden, weil die Energie, die vom nordwestlich der Stadt gelegenen Windpark produziert wird, aktuell nicht vom Netz aufgenommen werden kann. Zum Hintergrund: sieben Windkraftanlagen mit einer geplanten Jahresleistung von 6,3 Millionen Kilowatt könnten Strom für rund 2100 Haushalte liefern. "Ein Teil des Mittelspannungskabels muss verlegt werden, außerdem die Freileitung ersetzt werden. Insgesamt betrifft das eine Trasse von zirka vier Kilometern Länge", erklärt Michael Barnitzki. Wann es genau losgeht, ist offen, derzeit befindet sich das Ganze in der Planungsphase.

 

 
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erschienen am 24.01.2012 ( von Alexander Christoph )
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