Die Feuerwalze auf einem abgeernteten Getreidefeld zwischen Königshain und Claußnitz bedrohte nicht nur die Rinder auf der Weide.Foto: Mario Hösel
Feuerwalze rollte auf Königshain zu
Rettungskräfte bringen Feldbrand unter Kontrolle - Ursache: Überhitzung einer Strohpresse
Königshain. Königshain. Die Ortschaft Königshain ist am Mittwochabend knapp einer Katastrophe entgangen: Eine etwa 400 Meter breite Feuerwalze rollte auf das Dorf zu. Nach Angaben der Feuerwehr war gegen 17.30 Uhr auf einem abgeernteten Gerstenfeld zwischen Königshain und Claußnitz ein Brand ausgebrochen. Zirka zehn Hektar standen innerhalb kürzester Zeit in Flammen. Die Feuerwehren aus Königshain-Wiederau, Stein, Topfseifersdorf, Mittweida und Burgstädt, die mit einem Tanklöschfahrzeug vor Ort waren, hatten den Brand jedoch gegen 18.45 Uhr unter Kontrolle. Personen- und Sachschaden sei nicht entstanden, hieß es. Der Schlag gehört der Agraset-Agrargenossenschaft Naundorf.
"An manchen Stelle war es kritisch", schätzte Ortswehrleiter Jens Hildebrand nach dem Löscheinsatz ein. Anwohner sprachen vom größten Feldbrand der vergangenen Jahre. "Ein großes Dankeschön gilt den Anwohnern, die die Feuerwehrleute mit kalten Getränken versorgten", sagte Hildebrand. Zugleich kritisierte er, dass es in dem Bereich keinen Feuerlöschteich gibt, "der aber unsererseits schon seit Jahren gefordert wird". Jetzt gelte es, den Druck auf die Gemeinde zu erhöhen.
Jan Gumpert, Vorstandsvorsitzender von Agraset, beschrieb die Brandursache: "Eine gemietete Strohpresse hat das Gerstenstroh in Brand gesetzt. Der Auslöser dafür war sicher Überhitzung." Zugleich lobte Gumpert die rund 70 Feuerwehrleute, die eine hervorragende Arbeit geleistet hätten. "Durch die Hilfe der Multi-Agrar Claußnitz und mittels unserer Technik konnte eine Brandausdehnung verhindert werden. Letztlich sind wir glimpflich davon gekommen", so seine Einschätzung.


