Anja Hentschel steht mit ihren Kindern Florian und Kim vor den Überresten des Strohlagers.
Foto: Gründler
Geringswalde: Schäfer nach Brand von Beistand überwältigt
Vor einer Woche brannte Strohlager ab - Hilfe gibt Betreibern neuen Mut
Geringswalde. Noch halten die Ereignisse in der Nacht zum 15. August die Schäferei Hentschel im Bann. Ihr Strohlager hatte lichterloh gebrannt - Schaden: rund 9000 Euro. Über zehn Stunden hielten Flammen und Glutnester die Feuerwehren von Geringswalde und umliegender Ortsteile in Atem.
Brandursache weiter unklar
Bereits in der Nacht zuvor war die Geringswalder Wehr zu einem Brand am Feldrain zwischen Heeresstraße und Sportlerheim ausgerückt. Über eine Verbindung ließe sich nur mutmaßen, so Gemeindewehrleiter Dietrich Haas. Brandstiftung komme genauso infrage wie eine Verkettung unglücklicher Umstände. "So trocken, wie es derzeit ist, genügt eine Zigarettenkippe", sagt er. Laut Polizeisprecher Frank Fischer dauert die Ursachenermittlung an. Brandstiftung wollte er weder ausschließen noch bestätigen. Für Anja Hentschel ist klar: "Hier wurde gezündelt." Doch das müssten andere klären. Die Schäfereibetreiber hoffen nun auf die Schadensregulierung der Versicherung. Zwar ist ihre Schäferei eine der größten Sachsens, doch den Schaden könnten sie nicht wegstecken.
Hilfewelle rollt schnell an
Umso mehr ist die Familie von der Welle der Hilfsbereitschaft beeindruckt, die nach dem Feuer einsetzte. "Leute mit genug Stroh boten uns gratis Nachschub. Bei dem Anruf kamen mir die Tränen", sagt die junge Frau. Andere wollten bei der Kinderbetreuung helfen. "Hier war ja viel Wirbel, und wir waren ziemlich am Ende." Ist das Gutachten erstellt, muss eine Lösung für das verbrannte oder verqualmte Stroh her - Tiere würden es nicht mehr annehmen.

