Zur langjährigen Stammbesatzung bei der TME Rusta Playland in Geringswalde gehören Dirk Mehnert, Andreas Kürth und Klaus Rudolph (v. l.). Hier wird gerade ein Spielgerät für McDonald's gefertigt.
Foto: Volker Schwarze
Gute Aussichten für Geringswalder
Trotz eisiger Temperaturen läuft die Fertigung bei TME Rusta Playland auf Hochtouren
Geringswalde. Auch an Großbetrieben wie TME Rusta Playland in Geringswalde geht die Starkfrostperiode nicht spurlos vorbei: Während die "Freie Presse" gerade mit dem Betriebsleiter Jürgen Mehnert im Gespräch ist, meldet eine Mitarbeiterin, dass sich der Wasser-Hauptabsperrhahn nicht bewegen lässt.
Auf dem Werkshof war zuvor schon ein monströser Abschleppwagen aufgefallen, der die Zugmaschine eines Lastzuges am Haken hatte. Angesichts der ständig neu auftretenden Kälte-Garstigkeiten gibt sich Mehnert jedoch pragmatisch: "Wir kontrollieren einfach die frostgefährdeten Stellen der Versorgungsleitungen wie Wasser, Heizung oder Druckluft öfter und sorgen für zusätzliche Heizungsmöglichkeiten. Bei unserer Kfz-Flotte wird vor allem der Ladezustand der Starterbatterien überprüft. Wenn natürlich der Diesel gefriert, sind auch wir machtlos", sagt der Geringswalder Betriebsleiter.
Neue Großaufträge
Mehnert ist seit 19 Jahren in dem Betrieb, der aus den Geringswalder Sitzmöbelwerken hervorgegangen ist. Heute behauptet sich TME Rusta Playland als zuverlässiger Produzent und Lieferant für Großspielgeräte sowie von Inneneinrichtungen für die Systemgastronomie erfolgreich am Markt. Gerade für letztgenannten Bereich kann dessen technischer Betriebsleiter, Konrad Piegert, mit Stolz verkünden, dass in Geringswalde bereits wieder an Großaufträgen für eine international bekannte Marke der Systemgastronomie auf dem neuen Großflughafen Berlin Brandenburg International, aber auch für Auftraggeber in Zürich und Singapur gearbeitet wird.
Ein Großauftrag im vergangenen Jahr ist zum Beispiel die Einrichtung des Tropischen Restaurants im Gondwanaland im Leipziger Zoo gewesen. "Wir haben hier ein gutes Kollektiv, und es macht Spaß, weil es keine Serienproduktion ist, sondern wir immer etwas Neues machen. Mit dem Zeitdruck muss man halt umgehen können. Für Berlin muss zum Beispiel im April bereits alles fertig sein - es wird nun mal mit harten Bandagen gespielt in dieser Branche", sagt der Planer und Organisator.
Andreas Kürth ist seit 1969 im Betrieb. Als Elektriker im Stuhl- wie auch Spielzeugbau ist er der Herr über die Anlagen und Geräte. "Ich habe alle Höhen und Tiefen des Betriebs mitgemacht. Ich bin Geringswalder, das Betriebsklima ist gut, und es ist immer Lohn gezahlt worden. Es hat stets Spaß gemacht, und das hielt mich die vielen Jahre im Betrieb", sagt Kürth. "Er wird eine Lücke hinterlassen, wenn er dann bald in Rente geht", sagt Betriebsleiter Jürgen Mehnert.
Leichtes Umsatzminus 2011
Obwohl der Umsatz mit 5,2 Millionen Euro 2011 leicht gesunken ist, ist die Anschaffung ein neues CNC-Bearbeitungszentrums für die Tischlerei geplant. Durch die Investition im Umfang von 200.000 Euro soll die Wettbewerbsfähigkeit weiter erhöht werden.


