Einer guten Tradition folgend, empfing der stellvertretende Bürgermeister von Rochlitz Manfred Kober (CDU) die Sternsinger im Rathaus und lobte deren Einsatz für notleitende Kinder.  
Einer guten Tradition folgend, empfing der stellvertretende Bürgermeister von Rochlitz Manfred Kober (CDU) die Sternsinger im Rathaus und lobte deren Einsatz für notleitende Kinder.

Foto: Steffi Winkler

Gutes für Kinder in anderen Ländern

Kleine Könige mit Sternen sammeln Geld für Arme

Wechselburg. Mit dem Sternsingerabschlussgottesdienst in der Basilika Wechselburg hat am Sonntag die Aktion Dreikönigssingen ihren festlichen Abschluss gefunden. Insgesamt 40 Jungen und Mädchen sammelten im Gebiet des Pfarrverbandes "Heilig Kreuz" Spenden für Kinder in Not. Das Beispielland der Aktion in diesem Jahr ist Nicaragua. Unter dem Leitwort "Klopft an Türen, pocht auf Rechte!" ist es bereits die 54. bundesweite katholische Aktion in ökumenischer Offenheit. Seit ihrem Start im Jahr 1959 hat sie sich zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt.

Während im Gebiet von Hartmannsdorf und Burgstädt die Kinder in den Gewändern der Heiligen drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar mit einem Stern bereits zwischen Weihnachten und Neujahr an die Türen klopften, machten sich die Sternsinger im Raum Wechselburg, Penig und Rochlitz am Samstag mit ihren Betreuern auf den Weg. Dass es an diesem Tag windig und regnerisch war, störte sie nicht bei ihrer Mission. Mit geweihter Kreide hinterließen sie den Schriftzug 20*C+M+B*12 auf der Haustür oder dem Türbalken der Menschen, die sie einließen. Die Buchstaben sind die Abkürzung für die traditionelle Segensbitte "Christus mansionem benedicat" - "Christus segne dieses Haus". Die Zahlen stehen für das neue Jahr. "Die Mädchen und Jungen haben sich auf diesen Tag gut vorbereitet und sind mit Herz bei der Sache", sagte Annegret Kalenborn. Sie und Fabian Naumann begleiteten in zwei Gruppen die Sternsinger in Rochlitz und Umgebung zu insgesamt 35 Segensterminen. Eine schöne Tradition hat sich seit Mitte der 90er-Jahre in Rochlitz etabliert. Die Sternsinger klopfen als erstes an die Tür des Rathauses. Dieses Jahr öffnete der stellvertretende Bürgermeister Manfred Kober (CDU) und nahm die Segenswünsche stellvertretend für die Bewohner der Stadt entgegen.

Ebenfalls seit Mitte der 90er-Jahre unterstützt Ellen Naumann regelmäßig die Sternsingeraktion, stellt ihre Geschäftsräume im Stadtzentrum als Treffpunkt zur Verfügung. Hier können sich die Kinder ankleiden und noch einmal kurz proben. Im vergangenen Jahr nähte sie auch neue Kleider für die kleinen Könige.

Zirka 500.000 Mädchen und Jungen waren in allen 27 deutschen Bistümern unterwegs, um gemeinsam mit den Trägern der Aktion, dem Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend, deutlich zu machen, dass die Rechte von Kindern überall auf der Welt geachtet und unterstützt werden müssen. Mit den Spenden, 2011 Jahr waren es rund 41,8 Millionen Euro, werden Projekte in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bildungsprojekten kommt dabei ein besonderer Stellenwert zu.

 
erschienen am 08.01.2012 ( Von Steffi Winkler )
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