Heilkundler soll in Aktivregion locken
Lunzenau, Penig und Burgstädt wollen sich zu Gesundheits- und Aktivregion zusammenschließen
Penig/Lunzenau/Burgstädt. Die Vielzahl der Wege im Muldental - beziehungsweise deren unterschiedliche Bezeichnungen - wird erneut wachsen. Die Städte Penig, Lunzenau und Burgstädt haben vor, einen Bilz-Radwanderweg zu etablieren. Er ist Kernpunkt der Bilz-Gesundheits- und Aktivregion, mit der sich die Städte per Kooperationsvereinbarung ab 1. März gemeinsam touristisch präsentieren wollen. Penig hat in seiner Stadtratssitzung am Donnerstag dazu den entsprechenden Beschluss gefasst.
"Wir wollen damit Touristen durch unsere gemeinsamen Angebote mehr Anlaufpunkte bieten und sie so länger in der Region halten", erklärt Penigs Stadtsprecherin Manuela Tschök-Engelhard. Dazu sollen vorhandene Wege vernetzt, noch notwendige Verbindungen ausgebaut und das Ganze beschildert werden. Das gemeinsame Element ist dabei der Naturheilkundler Friedrich Eduard Bilz, der in Arnsdorf geboren wurde. So richten die drei Städte bereits je im Wechsel einen jährlichen Gesundheitstag aus.
Vom Wanderweg aus, der auch durch die Innenstädte aller drei Kommunen führen wird, soll auf Attraktionen und Aktivitäten am Weg und in der Nähe aufmerksam gemacht werden. "Durch die Kooperationsvereinbarung haben wir der gemeinsamen Idee und gemeinsamen Aktionen einen Rahmen gegeben. Es werden Prioritäten gesetzt, Verantwortlichkeiten festgelegt und ein gewisser Fahrplan vorgegeben", erklärt Lunzenaus Bürgermeister Ronny Hofmann. Während sich Lunzenau und Penig sträubten als es um die Beteiligung der Städte am sächsischen Lutherweg ging, sehen sie im Bilz-Radwanderweg einen Sinn. "Alle drei Städte haben in Hinblick auf Gesundheit und Aktivität einiges zu bieten", sagt Tschök-Engelhard. So führe der Weg unter anderem an der Köbe vorbei, wo Familien mit Kindern Natur und Tiere entdecken können und auch ein Spielplatz einlädt. In Lunzenau kann man den Kräutergarten besuchen und sich kundig machen über die gesundheitsfördernde Wirkung der Pflanzen. Man kann den Wald und die ländliche Gegend erkunden und einen Abstecher zur Rochsburg machen. Die Burgstädter haben ihr neues Sportzentrum am Taurastein mit Bad, Sauna, Dreifeldhalle und verschiedenen Wellnessangeboten. "All unsere Attraktionen wollen wir geschickt darstellen, dass Gäste so viel zum Erleben zur Auswahl haben, dass sie zwei bis drei Tage in der Region bleiben", sagt Tschök-Engelhard.
Doch nicht nur auf den Radwanderweg will man sich konzentrieren. "Für solch ein Vorhaben sind Partner gefragt, wie wir sie mit Hendlers Restaurant im Grünen und dem Kräutergarten schon im Boot haben und für das weitere gesucht sind", sagt Hofmann. Der Gesundheitstag soll sich zu einer festen Größe und zu einem Höhepunkt in der Region entwickeln. Auch hier will man auf Partner setzen. So findet der diesjährige Gesundheitstag zum Beispiel in Hartmannsdorf statt.


