Dorothea Palm, Geschäftsführerin des Heimat- und Verkehrsverein Rochlitzer Muldental.Foto: Mario Hösel
Höhere Mitgliedsbeiträge in der Kritik
Heimat- und Verkehrsverein will enger mit dem Fremdenverkehrsverband kooperieren
Penig. Die Stimmung bei einigen Mitgliedern des Heimat- und Verkehrsvereins "Rochlitzer Muldental" (HVV) brodelt. Grund ist die geplante engere Zusammenarbeit mit dem Fremdenverkehrsverband "Kohrener Land" (FVV). Für die wurde zur Mitgliederversammlung des Verbandes am Montagabend im Peniger Schützenhaus der Entwurf einer Kooperationsvereinbarung vorgestellt. Knackpunkt dabei: eine neue Beitragsordnung mit zum Teil einer Verdopplung der bislang von den Mitgliedern eingezahlten Jahressumme.
Während die Kooperation und auch eine Fusion allgemein begrüßt werden, stoßen die höheren Mitgliedsbeiträge auf harte Kritik und Abwehr. "Dafür muss dann entsprechend mehr Leistung geboten werden. Wenn ich die nicht bekomme, sehe ich den höheren Beitrag nicht ein", sagte am Dienstag Andreas Lorenz, Inhaber des "Waldhotels am Reiterhof" in Seelitz. Einen Austritt aus dem Verein schließt er nicht aus.
Auch Matthias Lehmann, Betreiber des Eisenbahnmuseums in Lunzenau, stößt sich an den höheren Kosten: "Sollte die Vereinbarung unverändert beschlossen werden, steht teilweise eine Verdoppelung der Beiträge ins Haus. Diesen quantitativen Sprung werde ich nicht mit tragen." Es sei nicht nachvollziehbar, warum eine effektivere Arbeit der Vereine höhere Beiträge begründe. Steffi Pfengler, Chefin der Pension "Zur alten Laterne" in Penig, müsste statt jetzt 47 Euro 80 Euro Jahresbeitrag zahlen. "Und von der Fusion hätten wir gar nichts, weil davon niemand aus der Geithainer Ecke zu uns kommt", sagt sie. HVV-Geschäftsführerin Dorothea Palm kann die Diskussion um die Beiträge verstehen. "
Aber das sollte nicht im stillen Kämmerlein stattfinden, sondern offen angesprochen werden. Schließlich stehen wir noch ganz am Anfang. Es ist ein Entwurf, der gemeinsam in eine optimale Fassung gebracht werden soll. Und das geht nur, wenn sich viele mit Ideen an der Erarbeitung beteiligen." Die Beitragserhöhung hänge mit den dann neuen Finanzstrukturen bei einer Fusion der Vereine zusammen. Während beim HVV vor allem Privatpersonen, Vermieter, Gaststätten und Hotels mehr zahlen müssten, kämen beim FVV vor allem auf die Mitgliedskommunen höhere Kosten zu.
Zu der Kooperation, die in eine Fusion münden soll, sieht sie keine Alternative. Zum einen könne und müsse man die Arbeit effektiver gestalten. So seien dann keine zwei Gastgeberverzeichnisse mehr nötig, man könnte einen gemeinsamen Internetauftritt haben, und es ergäben sich Einsparungen unter anderem auch bei Werbung und Aktionen. Zweiter und wesentlicher Grund ist der vom Land Sachsen vorgegebene Trend bei der Neugestaltung der Tourismuslandschaft. So sollen künftig nur noch größere Verbandseinheiten von Fördermitteln profitieren, die kleinen - wie HVV und FVV - würden leer ausgehen. "Darauf müssen wir reagieren, um unsere Region auch weiterhin so gut wie bisher und noch besser vermarkten zu können", erklärte Palm.


21:11 Uhr
gelöschter Nutzer: Bei einem solchen Beitrag kann man nur den Kopf schütteln: Da profilieren sich einige mittelmäßigen Gastwirte, denen es an Qualität und Service in jeder Hinsicht fehlt und beschweren sich über einen Minimalbeitrag für die touristische Vermarktung der Region. Welche Leistung erwarten diese Damen und Herren denn bei einem Monatsbeitrag von 3,92 ? ? Und selbst der erhöhte Beitrag beträgt lediglich 6,67 ? ! Mit Verlaub: Es ist ein SKANDAL, dass Gastronomen und Beherberungsbetriebe sich so schäbig offenbaren - damit wird man keine Gäste anlocken können, geschweige denn eine touristische Infrastruktur aufbauen!